Mit Fotostrecke

Konzertsaal der Wiener Sängerknaben - Rohbau fertig

Eines der umstrittensten Bauprojekte Wiens nimmt Gestalt an: Der Rohbau ist fertig, ab 2013 starten die ersten Konzerte. Hier ein Blick hinter die Kulissen - und eine ausführliche Fotostrecke.

Österreich

Der in seiner Entstehungsphase hoch umstrittene, derzeit in Bau befindliche Konzertsaal der Wiener Sängerknaben am Augartenspitz soll ab Beginn 2013 bespielt werden.



Neben Aufführungen des bekannten Knabenchors werden im rund 12 Mio. Euro teuren Musikzentrum auch Kinderopern oder Instrumenten- und Singworkshops über die Bühne gehen, kündigte Elke Hesse, Geschäftsführerin der Konzertsaal-Errichtungs-GmbH, im Gespräch gegenüber der Austria Presse Agentur an.

Erste Einblicke in die Architektur und das Klangkonzept der Spielstätte gewährt derzeit eine Ausstellung im Kassensaal der Österreichischen Postsparkasse. Der Eintritt ist frei.

Die Eckdaten

Was die Errichtungsarbeiten anbelangt, ist der Rohbau bereits abgeschlossen. Nun wird mit dem Innenausbau begonnen. Im Frühjahr soll dem Gebäude laut Hesse das Zinkdach aufgesetzt werden. Der Hauptzugang wird parkseitig über das historische Tor erfolgen, womit sich der Konzertsaal den Eingang mit seinem Nachbarn, dem Filmarchiv, teilen wird.

Zum Gebäude

Insgesamt umfasst der "voxaugarten" - die Bezeichnung ist noch als Arbeitstitel zu verstehen - eine Nettonutzfläche von gut 2.800 Quadratmetern. Herzstück ist der Konzertsaal, der mit einer zwölf Meter breiten und sechs Meter hohen Bühne, einem 40 Quadratmeter großen Orchestergraben und einem rund 400 Sitzplätze fassenden Publikumsbereich ausgestattet ist.

Im ehemaligen Pförtnerhaus, das unter Auflagen des Denkmalamts saniert wird, werden der Kassenbereich, ein Cafe sowie ein Shop untergebracht. Im oberen Stockwerk soll ein Seminarraum für rund 60 Personen entstehen.

Im Vorfeld des Baus hatte eine Bürgerinitiative, zu der sich vor allem besorgte Anrainer formierten, gegen das Projekt mobil gemacht. Bis heute halten die Aktivisten jeden Donnerstag eine "Mahnwache" ab. Probleme hinsichtlich einer Störung des Baufortschritts gebe es aber nicht mehr, so die Beteiligten.