Dienstag, 18. Februar 2020 – Morning Briefing

Kommt deutsche Tesla-Fabrik noch? – UBM baut für FAZ – Wohnen in den USA macht Rekordwert der Inflation aus

Das Wichtigste des Tages in Kürze. Berlin-Brandenburg: Rodung für Tesla-Bau vorerst gestoppt – Wien/Frankfurt: UBM übernimmt 75 Prozent bei FAZ-Bau – USA: Wohnkosten machen größten Teil der Inflation jemals aus

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Baufortschritt der Woche:

Nach den Plänen des italienischen Architekten Renzo Piano wird derzeit das Academy Museum of Motion Pictures in Los Angeles gebaut. Noch dieses Jahr sollen die Renovierung des May Company Building aus den 1930ern und der Bau einer neuen Glassphäre abgeschlossen werden. Vom Baufortschritt gibt es nun ganz neue Bilder, die zeigen, wie die Halbkugel aus 1.500 separaten Glastafeln in 146 verschiedenen Größen und Formen entsteht.

© Twitter/Marvellous Design
© Twitter/Turner Construction

Entscheidungsphase

Der Bau der neuen Tesla-Fabrik in Ostdeutschland muss derzeit warten, denn das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat die bereits laufenden Rodungsarbeiten gestoppt. Es wurde damit einem Antrag der Grünen Liga Brandenburg stattgegeben. Bis heute, Dienstag, kann diese nun ihre Einwände einbringen. Die Rodungsarbeiten am 92 Hektar großen Waldstück hatten ohnehin früh begonnen, da die Baugenehmigung für die Fabrik noch nicht einmal durch ist.

Kollaboration

Der österreichische Immobilienentwickler UBM Development baut die neue Zentrale der Frankfurter Allgemeinen Zeitung – SOLID hat berichtet. Damit wurde ein bereits gestartetes Bauprojekt zu 75 Prozent übernommen, weitergebaut wird nun zusammen mit einem deutschen Projektpartner, der Paulus Immobilien Gruppe. Nun liegen auch Bilder vor, wie der Tower nach Fertigstellung aussehen soll. Neben einem Leonardo-Hotel mit 350 Zimmern entsteht ein Büroturm mit über 27.000 Quadratmetern Nutzfläche, die später vollständig von der FAZ gemietet werden sollen. Die Fertigstellung ist für 2022 geplant.

© Twitter/UBM Development

© Twitter/Stefan Merkle

Verkleinerung

Während über die letzten Jahrzehnte die meisten Produkte und Dienstleistungen in den USA billiger wurden, verhielt es sich mit Wohnkosten genau andersherum. Diese machten 81 Prozent der Inflation 2017 aus – der höchste Wert bisher –, wie eine aktuelle Studie der Cornell University herausgefunden haben will. Bis auf winzige Gegenentwicklungen sind die Mieten in den Staaten seit 1999 kontinuierlich angestiegen. Knapp die Hälfte der Bevölkerung gibt durchschnittlich 30 Prozent ihres Einkommens für das Dach überm Kopf aus – bei Niedrigverdienern sind es aber 83 Prozent des Einkommens. Gleichzeitig schrumpfte der Bestand an Billigwohnungen von 800 Dollar oder weniger monatlich um vier Millionen Einheiten zwischen 2011 und 2017. Eines der Resultate ist, dass immer mehr Amerikaner sich für alternative Wohnmöglichkeiten interessieren, wie vorgefertigte Häuser. 22 Millionen Menschen leben mittlerweile in solchen kleinen Einheiten, die früher gerne als Trailers bezeichnet wurden.

Dazu unser Lesetipp des Tages: Kommt das Tiny House bald ganz groß raus?

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