Mittwoch, 30. Oktober 2019 – Morning Briefing

Kauft Signa Globus? – Immobilieninvestor Redos will Real-Supermärkte – Studie soll Airbnb freisprechen

Das Wichtigste des Tages in Kürze. Schweiz: Wer kauft die Warenhauskette Globus? – Deutschland: Supermarktkette Real soll aufgeteilt werden – Deutschland: Airbnb will nicht an Preisspirale schuld sein

Von

Zitat des Tages:

„Die Immobilienwirtschaft ist aufgrund ihrer Charakteristika nicht wirklich für agiles Management geeignet“,

so ein Ergebnis der aktuellen Studie „Wie viel Agilität verträgt die Immobilienwirtschaft?“ vom Competence Center Process Management Real Estate, der HTW Berlin und von cctm Real Estate and Infrastructure.

Gerüchteküche 

Die Signa-Gruppe von René Benko habe laut einem Insider Interesse an der Schweizer Warenhauskette Globus gezeigt. Die Kette gehört dem Einzelhändler Migros, der die Investmentbank Alantra und den Immobilienberater CBRE im Juni mit dem Verkauf von vier seiner Töchter beauftragt hat – neben Globus noch Depot, Interio und m-way. Für letztgenanntes wurde bereits ein Käufer gefunden, für alle anderen endet die Angebotsfrist mit Ende November. Globus schreibt derzeit Verluste, laut Migros bräuchte es hier Investitionen im dreistelligen Millionenbereich. 49 Standorte gehören zu Globus, ob diese mitverkauft werden, ist offen. Von der Signa gab es noch kein Statement, ob an dem Kaufinteresse etwas dran sei.  

Standortwechsel 

Ein ähnliches Thema, diesmal Deutschland. Hier will Metro, der Mutterkonzern der Supermarktkette Real, diese an ein Konsortium rund um den Hamburger Immobilieninvestor Redos verkaufen. Redos soll vorhaben, 50 der über 270 Standorte unter demselben Namen weiter zu betreiben und den Rest abzustoßen. An einem Teil dieses Rests zeigt nun der Handelsriese und Real-Konkurrent Edeka Interesse. Der Verkauf an Redos wurde vom Kartellamt bereits genehmigt, ein Weiterverkauf einzelner Teile erfordert aber eine weitere Genehmigung.

Spiralenverursacher

Airbnb hat eine Studie beim Marktforschungsinstitut Empirica in Auftrag gegeben, um sich gegen Vorwürfe zu wehren, die angespannte Wohnsituation in Berlin, Hamburg, München und Dortmund noch zu verschärfen. Laut der Studie würden hier die meisten auf der Plattform angebotenen Immobilien nur für kurze Zeiträume vermietet, was keine nennenswerten Auswirkungen auf den Markt habe. Treiber der Preisspirale seien vielmehr Immobilien, die für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten leer stehen. Immer mehr deutsche Städte gehen mit Satzungen gegen Airbnb vor. 

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