Bauprojekt

Japans neuer höchster Wolkenkratzer

Er ist Herzstück der neuen „Stadt in der Stadt“ – ein Projekt, das seit 30 Jahren geplant wurde und jetzt endlich gebaut wird.

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Diese Woche haben die Bauarbeiten für einen neuen Wolkenkratzer in Tokio begonnen – das Solid Morning Briefing hat berichtet – der das größte Gebäude Japans werden wird. Der Turm wird Herzstück des umfangreichen Toranomon-Azabudai-Projekts sein, das im Zentrum Tokios eine „Stadt in der Stadt“, ein „modernes urbanes Dorf“ anstrebt. 

Geplant sind mehrere öffentliche Flächen mit viel Grün, die Büros, Wohnungen, ein Hotel, eine Schule, Geschäfte, Gastronomie und Kultureinrichtungen miteinander verbinden. Die Arbeiten für das seit 30 Jahren geplante Projekt haben Anfang August begonnen.

© YouTube/AETOSWIRE

Drei Wolkenkratzer sind als Herzstück des Projekts geplant.

Im Zentrum des „Dorfes“ stehen drei Wolkenkratzer. Der höchste davon wird mit 330 Metern das derzeit höchste bewohnbare Gebäude in Japan, das Abeno Harukas in Osaka, um 30 Meter überragen. Das von allen Bauwerken Japans höchste, der Neue Fernsehturm in Tokio, ist allerdings mit 634 Metern noch lange unerreicht. 

Wohnen im Grünen in der Stadt

Das Design für alle drei Wohntürme stammt aus der Feder von Pelli Clarke Pelli Architects. Cesar Pelli, auf den das Studio zurückgeht, hat einige der bekanntesten Hochhäuser der Welt entworfen, wie den 452 Meter hohen Petronas Tower in Kuala Lumpur.

© YouTube/AETOSWIRE

24.000 Quadratmeter Grünfläche und 860.000 Quadratmeter an Nutzfläche sind für das "urbane Dorf" geplant.

Auf den 8,1 Hektar von Toranomon-Azabudai entstehen nun neben einem 6.000 Quadratmeter großen Hauptplatz inmitten einer 24.000 Quadratmeter großen Grünfläche 860.000 Quadratmeter an Nutzfläche. 1.400 Wohnungen sind geplant, dazu über 200.000 Quadratmeter an Bürofläche. 3.500 Menschen sollen hier ihr neues Zuhause finden, 20.000 Menschen einen Arbeitsplatz. Außerdem wird mit bis zu 35 Millionen Besuchern pro Jahr gerechnet. Für das japanische Bauunternehmen Mori ist es das größte Bauprojekt in der Konzerngeschichte. Bereits März 2023 soll das gesamte Projekt fertiggestellt sein.

https://youtu.be/jfgkBIZSklg

Es bringt auch ein wenig das alte Image Japans zurück. Früher war das Land für seine sich schnell entwickelnden Städte bekannt, doch seit der Jahrtausendwende wuchsen die Skylines nur mehr spärlich in die Höhe. In den letzten Jahren war eher China für seine hohen Bauwerke in schnellen Fertigstellungszeiten bekannt. 2018 wurden hier 88 Gebäude mit einer Höhe von 200 Metern oder mehr errichtet.

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