Montenegro

IWF empfiehlt Finanzierungsänderung bei Autobahnbau

Um weiteren Anstieg der öffentlichen Schulden vorzubeugen soll Regierung auf andere Finanzierungsmodelle setzen.

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Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat laut der Tageszeitung "Vijesti" der montenegrinischen Regierung nun empfohlen, den laufenden Bau einer Autobahn, die Montenegro mit Serbien verbinden soll, künftig nicht mehr aus Krediten zu finanzieren. Der Adriastaat müsste sich anstelle von Krediten für die Vergabe einer Autobahnkonzession oder eine öffentlich-private Partnerschaft entscheiden. Laut IWF wäre dies der Weg um einen weiteren Anstieg der Staatsschulden vorzubeugen.

Die derzeit im Bau befindende Autobahnstrecke - etwa 40 Kilometer lang - wird zu 85 Prozent aus einem chinesischen Kredit in der Höhe von 687 Millionen Euro finanziert. Es geht um eine erste der insgesamt drei Teilstrecken.

Laut Amtsangaben lagen die Staatsschulden Montenegros Ende Juni bei knapp 63 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Der Autobahnbau soll sie nach Regierungsplänen allerdings auf 89 Prozent des BIP im Jahre 2019 ansteigen lassen, wenn die Fertigstellung der ersten Autobahn-Teilstrecke vorgesehen ist.

Montenegro hatte seit dem Jahresbeginn bereits einzelne Maßnahmen beschlossen, um die öffentlichen Ausgaben zu senken. Unter anderem wurden einzelne Sozialabgaben wie das Müttergeld gestrichen. (APA)