Österreich

Investitionen in Baumit-Standorte

In Klagenfurt, Wietersdorf und Peggau werden nach der Übernahme Logistik und Sicherheit ausgebaut.

Baustoffe Wietersdorfer Wopfinger Baumit Österreich

Die Kooperation zwischen Wietersdorfer und Wopfinger gibt es schon seit Jahrzehnten, entstanden ist daraus eine Baustoff-Sparte mit 650 Mitarbeitern. Nun hat Wietersdorfer die Baustoff-Sparte an die Wopfinger-Gruppe verkauft. Robert Schmid, Geschäftsführer der Baumit Beteiligungen GmbH, betonte Mittwochabend vor Journalisten in Klagenfurt, man wolle die Präsenz in Europa "festigen und ausbauen".

Bereits in den kommenden Monaten sind für die Standorte Klagenfurt, Wietersdorf und Peggau Investitionen in die Bereiche Logistik und Sicherheit in der Höhe von rund fünf Millionen Euro geplant. In der Folge sollen, so Schmid, Klagenfurt und Peggau zu modernen Farbberatungszentren ausgebaut werden. In den kommenden Wochen und Monaten - das Closing des Deals ist am Dienstag erfolgt - werde man auch damit beschäftigt sein, die 650 neuen Mitarbeiter und Partner aus zehn Ländern zu integrieren, betonte Schmid.

In Zentral- und Mitteleuropa ist Baumit inzwischen Marktführer bei Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) und Endbeschichtungen für die Fassade, und zwar mit rund 40 Mio. Quadratmeter Wärmedämmung pro Jahr. International ist man inzwischen in 29 Ländern, vor allem in Europa, aber auch in China zumindest mit eigenen Vertriebsniederlassungen präsent und verfügt bereits in 17 Ländern über Trockenmörtelwerke.

Wietersdorfer hat sich von der Baustoff-Sparte getrennt, weil man einen Strategiewechsel verfolgt. Man will sich auf die Geschäftsfelder Zement und Beton, Kalk sowie internationale Beteiligungen konzentrieren und gänzlich auf Business-to-Business-Märkte fokussieren.

Der neue Eigentümer, die Schmid Industrieholding GmbH mit Sitz in Waldegg-Wopfing im Bezirk Wiener Neustadt-Land ist ein Mischkonzern in der Baustoffbranche. Die Gruppe erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro, insgesamt beschäftigt sie mehr als 5.000 Mitarbeiter. Es ist ebenso ein Familienunternehmen wie die Wietersdorfer Gruppe. Über den Kaufpreis für die Baustoff-Sparte bewahrten beide Seiten Stillschweigen. (APA)