Österreich

Insolvente SFL muss gesundschrumpfen

Hartes Konzept zur Redimensionierung soll Fortbestand sichern.

Stahlbau SFL Insolvenzen Steiermark Österreich

Der weststeirische Stahl-, Glas- und Anlagenbauer SFL Technologies GmbH in Stallhofen muss nach der Insolvenz das Unternehmen redimensionieren. In erster Linie sollen die hochtechnologischen Kernbereiche des Unternehmens erhalten bleiben, Teile der Firma müssen jedoch geschlossen werden. Eigentümer Johann Höllwart bringt als Entlastung nun eine sechsstellige Euro-Summe in die Gesellschaft ein.

Die Belegschaft, zuletzt mehr als 180 Mitarbeiter, soll kurzfristig zwar deutlich reduziert werden. Doch Ziel der Geschäftsführung sei es, die gesamte Gruppe ab 2018 wieder "hochzufahren", schilderte Masseverwalter Axel Reckenzaun, der sich mit seinem Team um die Abwicklung der Insolvenz kümmert. "Wir müssen das Schiff stabilisieren", bestätigte er am Freitag einen entsprechenden Bericht der "Kleinen Zeitung".

Nach dem Gläubigerausschuss am Freitag sagte er, dass nun zuerst die Auftragsabarbeitung erfolge und Gespräche mit Kunden, Lieferanten und Banken geführt werden. Deutlichen Spielraum bringe der Eigentümerbeitrag von Johann Höllwart, der in der Unternehmung bleibe und mit dem das geplante Konzept in den kommenden Wochen weitergefahren werden kann. Die Mitarbeiter sowie die Belegschaftsvertreter würden das Konzept mittragen, betonte Reckenzaun. Der Abbau von Überkapazitäten, auch im personellen Bereich, sorge für eine notwendige, "sofortige Kostenentlastung". Welche Bereiche künftig eingespart werden, sei noch nicht klar. Man wolle sich aber bei der Weiterführung jedenfalls auf die Hochtechnologie konzentrieren. (APA)