Österreich

Innovationslabor Digital Findet Stadt gestartet

Mit einem Netzwerk aus über 300 Unternehmen, Interessenvertretungen und Forschungsinstituten verhilft die Plattform vielversprechenden Vorhaben zur Marktreife und stärkt die Innovationskraft österreichischer KMU.

Österreich Digitalisierung

Auch der Kickoff fand digital statt.

Obwohl die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie die Digitalisierung in fast allen Wirtschaftszweigen beschleunigen, gilt die Bau- und Immobilienbranche in Österreich auf diesem Gebiet noch immer als Schlusslicht. Schätzungen zufolge lässt sich die Produktivität durch die Digitalisierung um rund 20 bis 30 Prozent steigern . Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Branche an einem Strang ziehen. Vor allem die Bedürfnisse von KMU, die aufgrund der starken Fragmentierung der Branche oft nur in einem Abschnitt der Prozesskette operieren, haben nur selten die erforderliche Investitionsstärke, sich an Innovationsprozessen zu beteiligen. Dies zu ändern, hat sich die Innovationsplattform Digital Findet Stadt zur Aufgabe gemacht.

„An der Nahtstelle von Forschung und Industrie bringen wir Planung, Bau und Betrieb an einen Tisch und verhelfen guten Ideen zur Marktreife“, so Dr. Steffen Robbi, Geschäftsführer von Digital Findet Stadt. „Um sicherzustellen, dass die Ergebnisse auch wirklich in der Branche zum Einsatz kommen, werden sie direkt in österreichischen Bauprojekten pilotiert und der Branche über unsere Akademie und in unserem Digital Building Demonstration Lab in aspern Seestadt zugänglich gemacht.“ Die Größe des Netzwerks, der enge Praxisbezug und die gewerke- und phasenübergreifende Ausrichtung machen die Plattform im deutschsprachigen Raum einzigartig.

Die Plattform wurde von der IG Lebenszyklus Bau und dem AIT Austrian Institute of Technology konzipiert und gemeinsam mit dem VZI Verband der Ziviltechniker und Ingenieurbetriebe (Planung & Bau-Dienstleistungen), Smart Construction Austria (Errichtung) und FMA Facility Management Austria (Betrieb) gegründet.