Gemeinden geben Gas

Infrastruktur in den Gemeinden

Als ganz wesentliche Faktoren für die heimische Infrastruktur haben sich das Baupaket und die Kommunen etabliert

Österreich

Die wirtschaftliche Situation der österreichischen Kommunen im Jahr 2014 wird mehrheitlich als stabil prognostiziert. Rund ein Viertel der Gemeinden hegt eine pessimistische Sichtweise und schätzt die zukünftige Lage schlechter als den Status quo ein. Sehr wichtig sind für die Kommunen insbesondere jene Bereiche, welche die Lebensqualität und das Leben selbst in der Gemeinde verbessern und somit die „Stadtflucht" vermeiden: Kinderbetreuung, Arbeitsplätze, öffentliche Infrastruktur, Bevölkerungsentwicklung, Betriebsansiedelungen. All diese Bereiche spielen für den Zuzug bzw. das Nicht-Abwandern der Bevölkerung eine bedeutende Rolle.

Einsparungen sind in den nächsten Jahren vonseiten der Gemeinden bei Neuinvestitionen und Sanierungen notwendig, insbesondere bei Neuinvestitionen, was wiederum mit den Ausgaben bei Neuinvestitionen einhergeht, da diese geringer sind als der Anteil der Ausgaben bei Sanierungen. Ein knappes Viertel der Gemeinden muss bei Neuinvestitionen keine Einsparungen in den nächsten Jahren planen, und bei Sanierungen ist es etwa ein Drittel der Kommunen, die keine Einsparungen eingeplant haben.

Die Bundesländer unter der Lupe

Im Burgenland sind Straßensanierungen und Kanalbauten sehr wesentliche Vorhaben. Projekte mit einem Investitionsvolumen von mehr als einer Million Euro betreffen z. B. eine neue Wasserleitung sowie gleich mehrere Gemeindeämter bzw. -häuser. Im Burgenland ist Hochwasserschutz durchaus ein Thema, wie ein entsprechendes Projekt zum Schutz vor der Pinka mit einem Investitionsvolumen von nicht weniger als sechs Millionen Euro belegt. Dieses Vorhaben ist aktuell überhaupt jenes mit der höchster Dotation. Um höhere Projektvolumina geht es auch bei einem Hortneubau und einer Schulsportstätte. Weiters werden Feuerwehrhäuser errichtet bzw. saniert, Bauland parzelliert und Güterwege realisiert. Bemerkenswert ist auch der Wunsch nach neuen, modernen (und energiesparenden) Straßenbeleuchtungen.

In Kärnten fallen sofort der geplante Bau einer neuen Volksschule um budgetierte mehr als 17 Millionen sowie die Sanierung einer Hauptschule um 7 Mio. Euro in derselben Stadt ins Auge. Weiters sollen u. a. verschiedenste Straßen und Kanäle erbaut, einige Bäche verbaut bzw. reguliert (5 bis 6 Mio. Euro) und mehrere Wasser- bzw. Abwasservorhaben in Millionenhöhe realisiert werden. Um vier Millionen Euro steht ein Wasserkraftwerk für 2016/17 auf der Wunschliste. Eine Gemeinde will sich ihre Ortskernentwicklung bzw. -gestaltung 350.000 Euro kosten lassen, eine andere benötigt dafür eineinhalb Millionen. Auch in Kärnten ist der Hochwasserschutz von großer wirtschaftlicher Bedeutung, wie diverse Millionenprojekte erkennen lassen.

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