19. OKTOBER 2020 – DAS MORNING BRIEFING AM MONTAG

Immobilien und Hypotheken in den USA – Büros in Wien – News zu Attensam, Expo Real und Strabag

Das Wichtigste der letzten Tage kompakt. So starten Sie top-informiert in die Woche.

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Zitat der Woche:

„Wir haben viel aus der Immobilienkrise gelernt. Die Industrie hat aus der Zeit zwischen 2007 und 2010 ihre Lehre gezogen“,

sagt Bill Cosgrove, Geschäftsführer der Hypothekenbank Union Home Mortgage in Ohio. Cosgrove bezieht sich auf Bewilligungsstandards, die seit der großen Finanzkrise das Beschaffen einer Hypothek schwieriger gemacht haben – den Geldleihern kommt das jetzt zugute. Dennoch werden derzeit besonders viele Hypotheken in den USA vergeben, denn die Raten sind niedrig und viele Menschen wollen sich ein Haus kaufen, um aus der Stadt rauszukommen.

Um beim Thema zu bleiben

Käufer geben laut der US-Immobilienwebsite Realtor.com ihre Immobiliensuche auch nicht auf, obwohl die Preise steigen. Der Grund sind wiederum die vergleichsweise niedrigen Hypothekenraten, die es Käufern möglich machen, trotz gestiegener Immobilienpreise ihre monatlichen Zahlungen in etwa gleich zu halten. Die Experten des Informationsunternehmens CoreLogic rechnen mit einem weiteren Preisanstieg, jedoch bei einem bald niedrigeren Tempo als in den vergangenen Monaten. Mitte 2021 könnte der Anstieg demnach schon bei unter einem Prozent liegen.

Soon to be back

Die Signa geht nur von einer vorübergehend gedämpften Büronachfrage durch die Coronakrise und rechnet mit einer Rückkehr des Marktes im zweiten Quartal 2021. Genaueres sei abhängig von der Verfügbarkeit von Impfungen und der Etablierung von Schnelltests. Derzeit würden sich Unternehmen noch kaum für die langfristige Anmietung von Büroflächen entscheiden. Trotzdem hat die Signa als größter Bürovermieter in Wien die "The Icon Vienna"-Türme im Quartier Belvedere beim Wiener Hauptbahnhof auch während des Lockdowns zwischen März und Juni fast vollständig vermieten können. (apa/red)

Oberflächliches

Der Hausbetreuer Attensam hat seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2019/20 in allen Bundesländern erhöht. Österreichweit gab es ein Plus von 11,7 Prozent auf 82,6 Millionen Euro. Wichtigster Umsatzbringer bleibt mit 63 Prozent des Umsatzes Wien, hier gab es ein Plus von fast zehn Prozent. Aufgrund der Pandemie haben vor allem die Aufträge für Oberflächendesinfektion rasant zugenommen. (apa/red)

Absage

Wegen steigender Corona-Fallzahlen hat die Messe München den Immobilienkongress Expo Real kurzfristig abgesagt. Zahlreiche Teilnehmer hatten sich bereits wieder abgemeldet. Die Expo Real zählt zu den größten Immobilienmessen in Europa, im vergangenen Jahr kamen knapp 47.000 Teilnehmer und Besucher. (apa/red)

Dabeisein ist nicht Alles, aber wichtig

Die Strabag ist noch – als einzige von drei österreichischen Baufirmen – im Rennen um das größte Bahnprojekt in Slowenien. Von 15 Bietern sind insgesamt noch vier übrig, neben der Strabag noch zwei slowenische Baukonsortien und ein türkischer Konzern. Nun geht es in die zweite Ausschreibungsphase. Die Hauptbauarbeiten an dem Großprojekt werden auf rund 700 Millionen Euro geschätzt. Die Strabag bewirbt sich im Konsortium mit dem deutschen Unternehmen Ed. Züblin und der türkischen Baufirma Gülermak. (apa/red)

Unser Lesetipp des Tages: "Im internationalen Vergleich keine Sorgen"

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