Donnerstag, 27. Juni 2019 – Morning Briefing

Immobilien in Deutschland immer teurer – Bauwirtschaft fordert mehr Recycling – Städte wollen EU-Hilfe gegen Airbnb

Das Wichtigste des Tages in Kürze. Deutschland: Immobilien in vier Jahren um ein Fünftel teurer – Baden-Württemberg: Bauwirtschaft will höhere Recyclingquote – Europa: Zehn Städte wollen EU-Hilfe im Kampf gegen Airbnb

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Zitat des Tages:

„Wir haben Verständnis für die Sorgen vieler Mieterinnen und Mieter und sehen uns als Teil der Lösung und nicht des Problems“, 

sagt ZIA-Präsident Andreas Mattner beim jährlichen „Tag der Immobilienwirtschaft“ in Berlin. Dieser wird vom Zentralen Immobilien Ausschuss organisiert. Laut Veranstalter waren 2.000 Brancheninterne zugegen. 

Da hilft auch keine Stadtflucht mehr

In Deutschland sind Immobilien in nur vier Jahren um ein Fünftel im Preis gestiegen. Laut dem Statistischen Bundesamt hat sich die Preisentwicklung auch dieses Jahr weiter fortgesetzt und gilt nicht nur für Städte, wenn auch der Anstieg am Land etwas weniger stark ist. Am stärksten ist der Anstieg in Berlin, München, Hamburg, Frankfurt, Köln, Stuttgart und Düsseldorf, wo Eigentumswohnungen zu Jahresbeginn um 8,6 Prozent mehr und Ein- und Zweifamilienhäuser um 6,9 Prozent teurer waren als ein Jahr zuvor. 

We are the earth

Die Bauwirtschaft Baden-Württemberg fordert eine deutlich höhere Recyclingquote bei Bauschutt und dass natürlicher Erdaushub vor Ort gelassen wird. Die derzeitigen Regelungen würden aber nicht zu einem „sinnvoll funktionierenden Entsorgungssystem“ führen, meint Thomas Möller, Hauptgeschäftsführer der Bauwirtschaft Baden-Württemberg. Die möglichst starke Wiederverwertung von Boden direkt auf der Baustelle oder ortsnah würde nicht nur der Umwelt helfen, sondern auch Transportwege verkürzen und damit Kosten sparen. 

Rettungsrufe 

Zehn europäische Städte haben in einem gemeinsamen Brief um Hilfe bei der EU im Kampf gegen Airbnb angesucht: Amsterdam, Barcelona, ​​Berlin, Bordeaux, Brüssel, Krakau, München, Paris, Valencia und Wien. In dem Brief ist von einem „explosiven Wachstum“ von Kurzvermietungsplattformen die Rede, die Nachbarschaften verändern und Einheimische vom Wohnungsmarkt verdrängen würden. Erst im April wurde vom Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofes die Meinung geäußert, Airbnb sei mehr eine Informationsplattform denn ein traditioneller Immobilienvermittler.  

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