Dienstag, 12. November 2019 – Morning Briefing

Holzindustrie Schweighofer will Siegel zurück – Mehr Schanigärten in Wien – Neue Immobilientaxe soll New Yorker U-Bahn sanieren

Das Wichtigste des Tages in Kürze. Österreich/Rumänien: Schweighofer distanziert sich von illegalen Rodungen – Wien: Mehr Schanigärten – doch wie müssen sie aussehen? – New York: Großes Plus in Luxusimmobilien-Verkäufen

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Hinweis des Tages:

Seattle gilt als wohlhabende Stadt – dennoch hat sie nach Los Angeles und New York die meisten Obdachlosen in den USA. Das betrifft auch viele Menschen mit Jobs, die sich aufgrund ihres Einkommens eigentlich zur Mittelschicht zählen. In King County, dem Zentrum Seattles, sollen derzeit 2.100 Einwohner in ihren Autos leben. Unter anderem werden große Konzerne dafür verantwortlich gemacht. Amazon hat hier seinen Hauptsitz mit 50.000 Mitarbeitern, und auch Microsoft und Expedia haben sich hier niedergelassen. Das treibt die Lebenserhaltungskosten nach oben. Seit 2010 sind die Mieten um 50 Prozent gestiegen.

Klopf auf Holz

Das österreichische Unternehmen Holzindustrie Schweighofer distanziert sich von illegalen Rodungen. 2016 gab es Anschuldigungen, Schweighofer würde mit der rumänischen Holzmafia zusammenarbeiten und illegal geschlägertes Holz beziehen. Neben Wien hat das Holzunternehmen auch in Bukarest einen Sitz. Das Unternehmen erklärt jetzt, selbst keine Rodungen durchzuführen und will der Öffentlichkeit erklären, woher sein Holz kommt. Das FSC-Nachhaltigkeitssiegel wolle man in zwei bis sechs Monaten wiederbekommen.

Rauchen im Freien

Wegen des neuen Rauchverbots in Lokalen dürfte ein Anstieg in der Anmeldung von Schanigärten zu beobachten sein. In der Wintersaison 2018/19 gab es 230 Schanigärten in Wien, was bereits einem Plus von 50 Prozent im Vorjahresvergleich entspricht, wie der Standard berichtet. In der laufenden Wintersaison gab es bereits 145 Neuanmeldungen. Wie ein Schanigarten, der immerhin unter das Baugesetz fällt, genau auszusehen hat, ist nicht ganz klar. Wäre er an allen vier Seiten geschlossen, würde er allerdings nicht mehr als Freifläche gelten – dadurch könnte auch hier nicht geraucht werden.

Luxus für die U-Bahn

Nach sechs aufeinanderfolgenden Quartalen mit Minuszeichen vor den Verkaufszahlen, wurden in New York im zweiten Quartal 2019 um 10,5 Prozent mehr Luxusimmobilien verkauft. Objekte zwischen zwei und fünf Millionen Dollar verbuchten sogar ein Plus von 37 Prozent bei den Transaktionen. Allerdings zeigte sich auch, dass viele Verkäufer schneller abschließen wollten und stark im Preis nach unten gingen. Grund dürfte eine neue Steuer sein, die „mansion tax“, die im Juli in Effekt trat. Die einmalige Mehrzahlung beträgt 1,25 Prozent auf Objekte über zwei Millionen Dollar und 3,9 Prozent auf solche über 25 Millionen. Ein 15-Millionen-Dollar Haus kostet jetzt statt 150.000 Dollar 525.000 Dollar in Steuern. Mit den gesteigerten Steuereinnahmen soll die New Yorker U-Bahn saniert werden.

Unser Lesetipp des Tages: Die Zukunft des urbanen Wohnens

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