5. Juni – Morning Briefing

Hohes Einstiegsgehalt – Flughäfen benötigt – Entsenderrichtlinie „überzogen“

Das Wichtigste des Tages: Immobilienverwalter unter den bestbezahlten Jobs Europas – Luftfahrtverband will Bau von mehr Flughäfen – Arbeitgebervertreter der Bauwirtschaft nicht zufrieden mit neuer Entsenderrichtlinie

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Zitat des Tages:

„Eine Baustelle ist immer mit Risiken verbunden und auch bei größter Einhaltung der Sicherheitsvorkehrungen kann es unvorhersehbare Ereignisse geben.“ 

Der Baumeister Erich Lux glaubt aber dennoch, dass sich beim Thema Sicherheit auf der Baustelle viel getan hat in den letzten Jahren. Laut der AUVA passieren die meisten Unfälle am Bau durch Stolpern, Umknicken oder Stürze von erhöhten Leitern, Gerüsten oder Dächern.

Hohes Einstiegsgehalt

Laut der deutschen Zeitung Welt gehören Immobilienverwalter zu den Jobs mit den höchsten Einstiegsgehältern in Europa. Gut 42.000 Euro brutto beträgt hier das mittlere Jahreseinkommen bei Berufseinstieg. In zehn Jahren ist ein durchschnittlicher Anstieg von 54,6 Prozent auf über 65.000 Euro zu verzeichnen. Noch bessere Einstiegsgehälter und Zuwächse sind bei Unternehmensberatern, SAP-Beratern, Justitiaren und Business Developern zu finden. 

Flughäfen benötigt

Der Internationale Luftfahrtverband fordert den Bau neuer Flughäfen. Grund dafür sind die stetig steigenden Passagierzahlen, die sich bis 2036 auf 7,8 Milliarden noch fast verdoppeln werden. Damit könnten die derzeitigen Infrastrukturen der Flughäfen nicht mithalten, sagt Alexandre de Juniac, Chef des Internationalen Luftfahrtverbands, am Montag. 

Entsenderrichtlinie „überzogen“

Die Arbeitnehmervertreter aus der Bauwirtschaft begrüßen die vom Europaparlament beschlossene neue Regelung, nach der entsendete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus dem EU-Ausland dieselben Lohnbedingungen haben sollen wie einheimische. Die Arbeitgebervertreter halten die Regelung allerdings für „überzogen“. So sagt etwa Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes, dass neben den gleichen Lohnkosten nun auch weitere Vergütungsbestandteilefür entsandte Fachkräfte wie für einheimische gelten werden. Das würde nicht dem ursprünglichen Ziel der Richtlinie entsprechen. Außerdem wäre die Einhaltung der neuen Regeln sehr schwer zu kontrollieren. 

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