Donnerstag, 01. August 2019 – Morning Briefing

Hohe Strafen bei unerlaubter Vermietung – Londoner Immobilien fallen um Zehntel – Bauwirtschaft schwächt Schweizer Temporärbranche

Das Wichtigste des Tages in Kürze. London: Hohe Strafe wegen unerlaubter Airbnb-Vermietung – Großbritannien: Erster Preiseinsturz in sechs Jahren – Schweiz: Baubranche schwächelt und mit ihr Temporärarbeit

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morning briefing Brexit Schweiz Bauwirtschaft Immobilienwirtschaft

Zitat des Tages:

„Fest steht: In Zukunft werden Unternehmen aus der Baubranche am digitalen Bauen kaum mehr vorbeikommen“,

sagt Christian Elsholz, Direktor bei PwC im Bereich Capital Projects & Infrastructure. Laut einer aktuellen Studie des Dienstleistungsunternehmens hat jedes zweite Bauunternehmen bereits Erfahrung mit digitalem Bauen, vier von fünf wollen in Zukunft mit BIM arbeiten. Davon wiederum nur 18 Prozent haben auch eine entsprechende Strategie. In Deutschland ist ab 2020 BIM bei allen öffentlichen Infrastrukturprojekten verbindlich. 

Karma nach sechs Jahren

Die Strafen, die bei ungemeldeter und unerlaubter Untervermietung gelten, sind keine leeren Abschreckungen – in London muss ein Mann nun umgerechnet 110.000 Euro Bußgeld zahlen. Er hat seit 2013 unter falschem Namen eine geförderte Wohnung auf Airbnb vermietet. Auf die Schliche kam ihm die Justiz aufgrund mehrerer Rezensionen, in denen sein echter Name erwähnt wird. 

Vereinsamende Insel

In den vergangenen zwei Jahren sind die Verkaufspreise von Immobilien in London ein Zehntel gefallen. Im Rest des Landes sieht es nicht anders aus: Zum ersten Mal seit sechs Jahren sind die Preise im Jahresvergleich niedriger. Zusammen mit den Preisen sind im Mai auch die Transaktionen um zehn Prozent im Jahresvergleich gesunken. Gründe werden dafür mehrere genannt: eine Steuerreform 2016, die auch Immobilienkäufer belastete; der 2017 von 0,25 auf 0,75 angehobene Zinssatz; und auch der Fakt, dass viele ausländische Investoren sich aufgrund des Brexits derzeit vermehrt von der Insel fernhalten.

Temporäre Erscheinung

Die Schweizer Temporärbranche ist bereits schwach in das Jahr 2019 gestartet, seither ging es noch weiter bergab. Im Jahresvergleich beträgt das Minus im zweiten Quartal 6,1 Prozent. Als Gründe nennt der Swiss Staffingindex das verringerte Exportwachstum und die schwächelnde Bauwirtschaft. Aufträge würden derzeit vor allem mit dem Stammpersonal erledigt. Allerdings zeigt sich ein Rückgang in der Temporärbranche auch, wenn temporäre Arbeitskräfte in eine Fixanstellung übernommen werden.

Unser Lesetipp des Tages: Wann kommt der nächste Crash am weltweiten Immobilienmarkt?

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