Deutschland/Spanien

Hochtief will wie geplant mehr Dividende zahlen

Und das trotz Coronakrise und eines Verlusts von 206 Mio. Euro im Vorjahr - hier die Hintergründe!

Hochtief Deutschland Spanien Bilanz

Hochtief-Chef Marcelino Fernandez Verdes

Der deutsche Baukonzern Hochtief mit Sitz in Essen will wie geplant eine höhere Dividende für das Jahr 2019 an seine Aktionäre ausschütten. Die Dividende soll im Jahresvergleich um 16 Prozent auf 5,80 Euro je Aktie steigen, teilte Hochtief am Dienstag mit, dem Tag der Hauptversammlung.

2019 war Hochtief wegen einer milliardenschweren Abschreibung bei der australischen Tochter Cimic in die roten Zahlen gerutscht. Der Nettoverlust hatte 206 Mio. Euro betragen, nach einem Gewinn von 543 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Bereinigt um die Abschreibung bei Cimic machte Hochtief 2019 einen Gewinn von 627 Mio. Euro.

Trotz der Auswirkungen der Coronapandemie rechnet Konzernchef Marcelino Fernandez Verdes damit, dass weiter in den Märkten investiert wird, in denen Hochtief unterwegs ist. Hochtief habe in Nordamerika, in der Region Asien-Pazifik und in Europa Zielobjekte im Wert von rund 600 Mrd. Euro identifiziert, sagte er. Sobald das Unternehmen die Folgen der Coronakrise in seinen Märkten besser abschätzen könne, werde es die Gewinnprognose für 2020 gegebenenfalls aktualisieren.

Im Februar bei Vorlage der Jahreszahlen 2019 hatte sich Fernandez Verdes für das laufende Jahr zuversichtlich gezeigt und für 2020 einen um Sondereffekte bereinigten Konzerngewinn von 690 bis 730 Mio. Euro angepeilt. Das wären um bis zu rund 9 Prozent mehr als im Vorjahr. (APA)