Donnerstag, 13. Februar 2020 – Morning Briefing

Hochhausbrand in der Seestadt Aspern – Brückentechniker müssen wegen Einsturz zahlen – Heidelberg Cement steigert Umsatz deutlich

Das Wichtigste des Tages in Kürze. Wien: Brand auf Hochhaus-Baustelle – Steiermark: Diversion statt Prozess rund um Brückeneinsturz – Deutschland: Heidelberg Cement profitiert von Preissteigerungen

Von
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Zitat des Tages:

„Es hat Vermieter aufgeweckt und uns vermittelt, was unsere Kunden eigentlich wollen: kürzere Mietdauern und keine Vorauszahlung.“

Jeff Blau, CEO von Related Cos. Im Wall Street Journal über WeWork und die Zukunft des Büros. Das New Yorker Immobilienunernehmen ist unter anderem für Hudson Yards zuständig.

Großeinsatz

In der Wiener Seestadt brannte gestern Abend ein Hochhaus. Bis nach 20 Uhr waren die 25 Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr mit dem Feuer im Sirius-Gebäude, einem Komplex für Mischnutzung, beschäftigt. Der Brand betraf die oberen Geschoße und, da es sich hier noch um eine Baustelle handelt, Baumaterialien. Diese mussten auch nach Brandende noch auf Glutnester untersucht werden. Die Ursache ist noch nicht geklärt, Verletzte gibt es keine. Ursprünglich war geglaubt worden, das HoHo würde brennen.

Brücke überquert

Vor fünf Jahren stürzte eine im Bau befindliche Brücke auf der S35 im steirischen Fronleiten ein. Sieben Personen – Ingenieure und Techniker – wurden beschuldigt. Wie gestern, Mittwoch, am Bezirksgericht Graz-West entschieden wurde, müssen diese nun Geldbußen, Verfahrens- und Gutachtenkosten zahlen. Mit dieser Diversion, auf die vorhin nichts hingedeutet zu haben schien, wird ein längerer Prozess vermieden. Die Bußen betragen zwischen 11.850 und 37.800 Euro. Die Ermittlungen hatten so lange gedauert, da 27 Unternehmen am Bau und der Planung der Brücke beteiligt gewesen waren. Ihr Einsturz hat einen Millionenschaden hinterlassen.

Weniger verkauft, mehr umgesetzt

Der deutsche Baustoffhersteller Heidelberg Cement hat im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz sinkender Zementverkäufe mehr Umsatz gemacht als im Vorjahr. Die Erlöse stiegen 2019 um 4,3 Prozent auf knapp 18,6 Milliarden Euro, wie gestern Abend mitgeteilt wurde. Dabei profitierte Heidelberg Cement von Preiserhöhungen. Der Umsatz verfehlte die Erwartungen des Konzerns leicht, das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen konnte jedoch deutlich gesteigert werden – um 15,5 Prozent auf knapp 3,6 Milliarden Euro. (apa/red)

Unser Lesetipp des Tages: „Die Seestadt ist keine Verabschiedung von Wien“

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