Österreich

Hobas schließt Kärntner Werk

Lesen Sie hier, warum der Kärntner Rohrhersteller trotz des Joint Venture mit der Saudi Arabian Amiantit Company zusperren muss.

HOBAS Wietersdorfer Kärnten Österreich Joint Venture Baustoffe

Der zur Wietersdorfer-Gruppe gehörende Rohrhersteller Hobas schließt sein Werk in Klein St. Paul im Kärntner Görtschitztal. Ende März 2018 ist Schluss, die zuletzt noch 53 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs. Vor eineinhalb Jahren waren in dem Werk noch 200 Menschen beschäftigt. In der Hobas-Zentrale in Klagenfurt bestätigte man die vom ORF Kärnten gemeldete Schließung am Mittwoch auf APA-Anfrage.

Geschäftsführer Harald Slamanig macht den "gesättigten Markt" für die Entscheidung verantwortlich, an der nicht mehr gerüttelt werden könne. So habe man in den vergangenen drei Monaten am Standort überhaupt keine Rohre mehr hergestellt. Erst vor einem Monat hatte Hobas den Zusammenschluss via Joint Venture mit dem saudischen Unternehmen Saudi Arabian Amiantit Company bekanntgegeben. Die Europa-Aktivitäten würden im Unternehmen "AMIBLU" zusammengelegt, Hauptsitz werde Klagenfurt sein, hieß es damals. Die Wietersdorfer Holding und die Saudi Arabian Amiantit halten je 50 Prozent. Die jeweiligen Marken der beiden Firmen werden weitergeführt. Von der Werksschließung in Kärnten war da noch nicht die Rede.

Die AMIBLU beschäftigt an sieben europäischen Standorten mehr als 1.500 Mitarbeiter. Sie ist damit nach eigenen Angaben der weltweit größte Hersteller von GFK-Rohrsystemen, welche in den Bereichen Trinkwasser, Bewässerung, Abwasser, Wasserkraft und in der Industrie zum Einsatz kommen. Der Jahresumsatz des Joint Ventures wird mit 220 Millionen Euro beziffert. (APA)