Deutschland

HeidelCement steigerte Quartalsgewinn trotz Coronaknicks, dennoch weniger Dividende

Und es kommt ein Kostensenkungsprogramm.

HeidelbergCement Deutschland Coronavirus Bilanz

Der deutsche Baustoffkonzern HeidelbergCement hat trotz eines Absatz- und Umsatzrückgangs in Folge der Coronakrise das Betriebsergebnis im ersten Quartal gesteigert. Der operative Gewinn sei um 5 Prozent auf 59 Mio. Euro geklettert, teilte der Dax-Konzern am Donnerstag mit. 

"Bis Mitte März war die weltweite Bautätigkeit von den Auswirkungen der Corona-Pandemie nur wenig beeinträchtigt, so konnten wir unser Ergebnis gegenüber dem Vorjahr sogar noch steigern", erklärte Vorstandschef Dominik von Achten. Danach sei die Bautätigkeit durch Produktionsstillstände und Stopps großer Infrastrukturprojekte deutlich beeinträchtigt worden. Von Jänner bis März sank der Umsatz um 7 Prozent auf 3,9 Mrd. Euro, da HeidelCement weniger Zement, Beton und Zuschlagstoffe verkaufte.

Die Jahresprognose hatte das Unternehmen angesichts der Pandemie schon im März gekippt und wagt seither keine neue Vorhersage. Mit dem Ende Februar aufgelegten Kostensenkungsprogramm soll eine Milliarde Euro eingespart werden, etwa durch das Kürzen von Investitionen und geringere Personalkosten. Für die Konzernzentrale wurde Kurzarbeit eingeführt. Die Aktionäre sollen einen Beitrag zur Sicherung der Liquidität leisten und auf einen Großteil der Dividende für 2019 verzichten. 

Der online stattfindenden Hauptversammlung am 4. Juni schlägt HeidelCement vor, nur noch 60 Cent statt der ursprünglich geplanten 2,20 Euro zu akzeptieren. An frei verfügbaren Mitteln hatte der Konzern Ende März 5,4 Mrd. Euro, während die Nettofinanzschulden gegenüber dem Jahresende um fast eine Milliarde auf 9,3 Mrd. Euro stiegen. Die Sparmaßnahmen wirkten bereits, erklärte von Achten. "Wir werden die Krise gut meistern." (APA)