03. August 2020 – Das Morning Briefing am Montag

HeidelbergCement macht Milliardenverlust – Österreichs Bauwirtschaft im zweiten Quartal – Deutsche Immobilienpreise entwickelten sich anders

Das Wichtigste der letzten Tage kompakt. Baustoffe: HeidelbergCement schreibt Verluste – Bauwirtschaft Österreich: deutlich betroffen von Krise – Immobilienpreise: unterschiedliche Entwicklungen im internationalen Vergleich

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Zitat der Woche:

"Wir glauben an den Bereich Wohnen - daran glaubt jeder." 

UBM-Chef Thomas Winkler gegenüber der APA. Wohnungen sind in den letzten drei Monaten laut Winkler teurer im Verkauf geworden, die Nachfrage bei UBM sei sehr stark. 550 Wohnungen von UBM sollen in Österreich derzeit im Verkauf sein, weitere 1.400 in Entwicklung. (apa/red)

Zementschuhe

Der deutsche Baustoffkonzern HeidelbergCement hat im zweiten Quartal 2020 Verluste in Höhe von drei Milliarden Euro geschrieben. Im Zeitraum April bis Juni sank der Umsatz um 13 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Die Corona-Lockdowns in vielen Ländern, aber auch der Brexit dürften zu einem großen Teil dafür verantwortlich sein. Auch wenn ein Jahresausblick immer noch schwer sei, gibt das Unternehmen an, stark in das dritte Quartal gestartet zu sein. Ein Vergleich: Im Vorjahr gab es zu diesem Zeitpunkt einen Gewinn von 290 Millionen Euro.

Kriegsjahre, Krisenjahre

In Österreich ist die Wirtschaft im zweiten Quartal um 12,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingebrochen. Das ist noch einmal um 10,7 Prozent weniger als noch im ersten Quartal. Laut Wifo ist das der größte Einbruch seit dem zweiten Weltkrieg. Der Rückgang in der Bauwirtschaft beträgt 9,2 Prozent. Das Geschäft mit Grundstücken und Wohnungen seien aber bislang nicht betroffen gewesen.

Deutliche Unterschiede

Die Immobilienpreisentwicklung in deutschen Großstädten unterscheidet sich deutlich von internationalen Metropolen, wie ein aktueller Augenschein der Deutsche Bank zeigt. So stiegen in Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln, München, Frankfurt und Stuttgart zwischen 2009 und 2019 die Preise im Schnitt um 123,7 Prozent. München war hier mit 178 Prozent an der Spitze. Im selben Zeitraum betrug der Anstieg in London laut Zahlen von Nationwide 66 Prozent und in Manhattan laut Zahlen von Douglas Elliman 30 Prozent. Wie die Deutsche Bank gegenüber den Financial Times sagt, wird mit einem weiteren Anstieg bis zumindest 2022 gerechnet.

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