Infrastruktur

Haselsteiner will den Flughafen Klagenfurt

Die Mehrheit am Flughafen Klagenfurt soll an ein Konsortium unter Führung des ehemaligen Strabag-Chefs Hans Peter Haselsteiner verkauft werden. Der Deal ist als "Kärntner Lösung" angedacht - ohne öffentliche Ausschreibung.

Österreich Strabag

Der Klagenfurter Flughafen soll offenbar teilweise privatisiert werden. Ein Sprecher von Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) bestätigte der APA am Donnerstag entsprechende online veröffentlichte Medienberichte.

Käufer soll ein Konsortium unter Führung des Industriellen Hans Peter Haselsteiner sein. Das Konsortium könnte 74 Prozent des Flughafens um kolportierte zehn Millionen Euro übernehmen.

"Eine Private Public Parntership ist angedacht", sagte Kaiser-Sprecher Andreas Schäfermeier. Gespräche mit Haselsteiner laufen schon seit einigen Wochen.

Geplant ist eine "Kärntner Lösung"

Der Deal soll als "Kärntner Lösung" nicht öffentlich ausgeschrieben werden, was in der Landesregierung als rechtlich zulässig erachtet wird. Bevor die Privatisierung über die Bühne geht, soll es aber noch ein Bewertungsverfahren geben, um den Kaufpreis festzulegen. Die öffentliche Hand würde jedenfalls eine Sperrminorität von 26 Prozent behalten.

Der Kärntner Flughafen, welcher bisher der Stadt Klagenfurt und dem Land Kärnten gehört, steckt schon länger in Schwierigkeiten, weil die Passagierzahlen kontinuierlich sinken und die Landebahn saniert werden muss. Wie man das finanziert und ob die EU ihren beihilfenrechtlichen Sanktus gibt, war zuletzt offen. (apa/pm)