Montag, 18. März 2019 – Morning Briefing

Haberzettl angezeigt – Briten müssten für Immobilien viel mehr verdienen – Anti-Geldwäsche-Gesetz betrifft Immobilienboom auf Kaimaninseln

Das Wichtigste des Tages in Kürze. Österreich: Wilhelm Haberzettl von BWSG angezeigt – Großbritannien: Sprossen auf Eigentumsleiter klaffen immer weiter auseinander – Kaimaninseln/Großbritannien: Bauboom könnte durch Anti-Geldwäsche-Gesetz eingebremst werden

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morning briefing BWSG RE/MAX Wilhelm Haberzettl Immobilienwirtschaft

Anzeige von der Ex

Wilhelm Haberzettl, Ex-Wohnbauchef und früherer Eisenbahngewerkschafter wurde wegen des Verdachts der Untreue angezeigt. Die Anzeige kommt von der Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft BWSG, von der Haberzettl Mitte Februar fristlos als Vorstand entlassen wurde. Laut Vorwürfen soll Haberzettel die Gesellschaft um mindestens 2,5 Millionen Euro geschädigt haben.

Größere Kluft

Laut der britischen Immobilienplattform Housesimple hat sich die Kluft zwischen einer Eigentumswohnung und einem Einfamilienhaus im Vereinigten Königreich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. In konkreteren Zahlen: Eine Familie, die von einem Haus mit drei Schlafzimmern in eines mit vier umziehen will, müsste um 136 Prozent mehr verdienen. Gleichzeitig hat sich das Einkommenswachstum, speziell bei jungen Menschen, eingebremst.

Überentwickelte Inseln

Maßnahmen gegen Geldwäsche sind gut, doch auf den Kaimaninseln gefährden sie derzeit den Immobilienboom. 2018 wurden hier über 500 Immobilien verkauft und die Nachfrage ist nach wie vor so groß, dass Bauherren kaum nachkommen. Ein neuer britischer Gesetzeszusatz soll das Geldwäschegeschäft hier allerdings verhindern, was sich laut dem Immobilienunternehmen Re/Max auch auf den Immobilienmarkt auswirken wird. Für einige Bewohner der Kaimaninseln ist das eine gute Nachricht, da bereits Angst vor Überentwicklung herrscht.

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