Österreich

Gemeinnützige fordern Steigerung der Wohnungs-Neubauleistung

Eine raschere und billiger Umsetzung wird urgiert, auch raschere Widmungen werden als nötig erachtet.

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Wien wächst - und die Anzahl der Wohnungen müsste dies ebenfalls dringend tun. Das hat die Wiener Landesgruppe der Gemeinnützigen Bauvereinigungen in einer Resolution konstatiert. Nötig sei eine Beschleunigung und Verbilligung des Wohnungsneubaus, hieß es am Mittwoch auch in einer Aussendung.
 
Erst jüngst hätte die Statistik Austria ihre Bevölkerungsprognose nach oben revidieren müssen: Schon 2023 und nicht erst 2027 werde Wien demnach infolge der verstärkten Zuwanderung die Zwei-Millionen-Einwohner-Marke überschreiten. Somit wachse die Bevölkerung in nur acht Jahren um über 192.000 Einwohner.
 
Dass sich die neue Stadtregierung zu einer erheblichen Steigerung der Neubautätigkeit in Sachen Wohnungen bekenne, sei ein wichtiges Signal. Es sei jedoch vor allem notwendig, schnell günstigere Projekte umzusetzen. Dafür müsse an "mehreren Hebeln" angesetzt werden.
 
Gefordert werden etwa die raschere Aktivierung von Baulandreserven und beschleunigte Widmungen. Denn, so wird beklagt: "Extensive Inanspruchnahmen von Nachbarrechten und naturschutzrechtliche Verfahrensverzögerungen haben häufig eine erhebliche Verschleppung und Verteuerung von Bauvorhaben zur Folge." Anzudenken wäre laut Resolution auch eine Widmungskategorie "gemeinnütziger Wohnbau".
 
Kürzere Entscheidungswege und die Umsetzung eines Baukostensenkungsprogramms seien ebenfalls nötig, hieß es: "Durch Vereinfachungen im Bereich der Normen, bei der Barrierefreiheit, beim Brand- und Schallschutz, bei den energetischen Anforderungen sowie bei der Stellplatzverpflichtung ließe sich ein Einsparungspotenzial von mehr als 10 Prozent realisieren."
 
Empfohlen wurden auch weitere interethnische Wohnanlagen. Die Schaffung von Sonderprogrammen ausschließlich für Flüchtlinge wird hingegen abgelehnt: "Mit Verweis auf den bewährten Wiener Weg der sozialen Durchmischung kann eine erfolgreiche Integration nur dann gelingen, wenn die angekündigte Wohnbauoffensive für mehr leistbaren Wohnraum insgesamt zur Verbesserung der Wohnsituation führt und zwar für alle Bevölkerungsgruppen." (APA)