Dienstag, 20. August 2019 – Morning Briefing

Flughafen Klagenfurt ganz neu – Deutschlands Immobilienunternehmen stürzen an Börse ab – Buch über Ibiza-Skandal kommt diese Woche

Das Wichtigste des Tages in Kürze. Kärnten: Flughafen Klagenfurt soll praktisch neu gebaut werden – Deutschland: Milliardenverlust für börsennotierte Vermieter – Österreich: Buch über Ibiza-Skandal soll zeigen, wie lange u.a. über Strabag verhandelt wurde

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Zitat des Tages:

„Es ist eine Bewährungsprobe für den Chefsessel“,

soll laut Handelsblatt ein Insider aus der Strabag über den neuen Posten von Klemens Haselsteiner gesagt haben. Der Sohn von Hans Peter Haselsteiner übernimmt mit 2020 das Ressort „Digitalisierung, Unternehmensentwicklung und Innovation“ im Vorstand des Unternehmens. 

Alles neu in Klagenfurt

Lilihill, der neue Mehrheitseigentümer des Flughafens Klagenfurt, will eben diesen kräftig ausbauen. Die Pläne dafür wurden gestern, Montag, präsentiert. Demnach soll der Flughafen Klagenfurt bis 2024 praktisch neu erbaut werden und statt den aktuellen 230.000 jährlich eine Million Passagiere abfertigen. Die Investitionssumme wird mit insgesamt mehr als einer Milliarde Euro beziffert, davon sollen 260 Millionen für ein neues Abfertigungsgebäude ausgegeben werden. Ein neues Hotel und ein neues Messezentrum sind ebenfalls geplant. Mehr dazu lesen Sie diese Woche auf solid.

Bärig

In Deutschland gibt es 60 börsennotierte Immobilienunternehmen. Deren gemeinsamer Marktwert ist nun im zweiten Quartal laut Immobilienverband European Public Real Estate Association um über sieben Milliarden Euro gesunken. Am härtesten getroffen hat es Berlins größten Wohnungseigentümer Deutsche Wohnen SE, hier fielen die Aktien um fast 25 Prozent. Grund sind wohl politische Ankündigungen wie der Mietendeckel, eine Reaktion auf die Proteste gegen Mietpreise.

Ibiza in Buchform

Diese Woche kommt das Buch von Frederik Obermaier und Bastian Obermayer, den beiden Aufdeckern des Ibizagate von der Süddeutschen Zeitung, heraus. Die beiden Autoren geben an, die Veröffentlichung des Buches sei ihnen auch deswegen so wichtig, weil sie zeigen wollen, dass Strache und Gudenus sich nicht nur wenige Minuten „danebenbenommen“ hätten. „Es wurde nicht nur mal kurz über die Strabag […] geredet“, so Obermayer. „Tatsächlich haben Strache und Gudenus fast sieben Stunden lang Verhandlungen geführt.“ Illegale Drogen, wie oftmals vermutet, hätten an dem Abend aber keine Rolle gespielt.  

Unser Lesetipp des Tages: Ibizagate: Fünf Punkte, die die Öffentlichkeit wissen sollte

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