Immobilien

Finanzkrise beschert der Immobilienbranche einen Boom

Die Wohnung als eine inflationssichere Geldanlage: Niedrige Zinsen, unsichere Aktienmärkte und die gefühlte Gefahr einer Inflation treiben die Verkaufszahlen von Immobilien in die Höhe. Die Investitionen legen im Jahresabstand um 55 Prozent zu.

Österreich Immobilien Geld

Die noch immer nicht ausgestandene Finanzkrise, niedrige Zinsen, unsichere Aktienmärkte und die Suche nach einer inflationssicheren Geldanlage haben im abgelaufenen Jahr die österreichische Immobilienbranche boomen lassen. Rund 1,3 Milliarden Euro - um 55 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2009 - wurden 2010 bis September in Immobilien investiert.

Empfindliche Preisanstiege

Gleichzeitig sind die Preise für Eigentumswohnungen etwa in Wien im Schnitt um 2 bis 3 Prozent gestiegen. Österreichweit sei 2011 mit weiteren 3- bis 5-prozentigen Preissteigerungen zu rechnen, meint Margret Funk, Vizevorsitzende des Österreichischen Verbandes der Immobilientreuhänder (ÖVI), bei einem Pressegespräch in Wien.

Verteuerungen um bis zu 20 Prozent 

Empfindlich gestiegen sind die Kaufpreise für Eigentumswohnungen auch im Bundesland Salzburg. In Top-Lagen wurden Spitzenwerte bei den Preissteigerungen von bis zu 20 Prozent erreicht, berichtet ÖVI-Maklersprecher Andreas Wollein.

6.000 Euro pro Quadratmeter

Bis zu 6.000 Euro mussten in Salzburg im Luxussegment für einen Quadratmeter auf den Tisch gelegt werden. In Wien waren es bis zu 16.000 Euro pro m2, in Graz bis zu 4.500 Euro, in Linz bis zu 4.800 Euro, in Innsbruck und in Bregenz bis zu 5.000 Euro, ergab eine Marktumfrage des ÖVI. Bei Normalausstattung bewegten sich die Preise österreichweit zwischen 1.400 und 2.900 Euro pro m2.