Walter Ruck ist Präsident der Wirtschaftskammer Wien und Bauunternehmer

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"Es geht um den Wohlstand von morgen"

Der Infrastrukturausbau in Wien muss voran getrieben werden, sagt WKW-Präsident Walter Ruck.

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Infrastruktur ist einer der wichtigsten Standortfaktoren für Unternehmen. Allen voran geht es den Betrieben laut Befragungen um den Anschluss an das hochrangige Straßen- und Schienennetz, um gute Flugverbindungen in wichtige Märkte, um den Breitbandanschluss und eine sichere Energieversorgung.

Bei der Weiterentwicklung der Infrastruktur ist die Politik auf Landes- und Bundesebene gleich mehrfach gefordert. Erstens als Vordenker und Vorplaner, weil heute entschieden werden muss, was morgen gebraucht wird. Zweitens als Finanzier, weil der Ausbau der Infrastruktur ohne den Staat als Geldgeber großteils nicht zu schaffen ist. Und drittens als Projektbeschleuniger, weil viele Verfahren viel zu lange dauern und die benötigen Straßen, Bahnlinien, Flugpisten und vieles mehr erst viel zu spät der Wirtschaft und den Menschen in unserem Land zur Verfügung stehen.

In unserem aktualisierten Infrastrukturprogramm (zu finden auf wko.at/wien/FuerWien) haben wir zusammengetragen, auf welche Infrastrukturprojekte die Politik jetzt besonderes Augenmerk legen muss, weil hier schon viel zu lange gezögert und gezaudert wird und der Handlungsdruck unübersehbar groß geworden ist.

Dazu gehört etwa der S1-Lückenschluss mit dem Lobautunnel, der Bau der dritten Piste am Flughafen Wien oder die Errichtung eines zentralen Fernbusterminals in der Stadt. Auch den Bau einer modernen Mehrzweckhalle für große Sportevents, Konzerte und Kongresse halten wir für ein vordringliches Projekt, weil von ihm wichtige wirtschaftliche Impulse ausgehen würden. Eine leistungsfähige Infrastruktur ist unser Wohlstand von morgen - das sollten wir nie vergessen.