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Erste Group setzt Porr-Kursziel höher, nimmt Strabag wieder auf

Die Kaufempfehlung für die Strauss-Firma wird allerdings geändert.

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Die Analysten der Erste Group haben ihre Kaufempfehlung "buy" für die Aktie des Baukonzerns Porr gestrichen und raten nun mit "reduce" zum Verkauf. Zudem haben sie ihr Kursziel für die Aktien von bisher 34,6 auf 36,9 Euro nach oben gesetzt. 
 
Nach der jüngsten Kursrally der Porr-Aktie sei eine Streichung der Kaufempfehlung unumgänglich, konstatiert Erste-Analyst Daniel Lion in einer aktuellen Branchenstudie zur heimischen Baubranche. Man sehe die Porr am Plafond ihres Margenpotenzials, erläutert er weiter, da sie als "reiner" Baukonzern ohne Immobilien- oder Gebäudewartungssparte ein geringeres Profitabilitätspotenzial als ihre Mitbewerber habe.
 
Die Schätzung für den Gewinn je Aktie 2016 beläuft sich auf 2,32 Euro. Für die beiden Folgejahre 2017 und 2018 rechnen die Erste-Analysten mit 2,53 bzw. 2,72 Euro. Die Dividendenprognose für diese drei Jahre lauten auf 1,10 bzw. 1,15 sowie 1,20 Euro je Aktie.
 
Die Bewertung für die Aktien der heimischen Strabag wird von der Erste Group gleichzeitig wieder aufgenommen und es wird empfohlen, die Titel des Bauunternehmens zu kaufen ("Buy"). Das Kursziel wurde mit 42,9 Euro festgelegt.
 
Der Erste-Analyst Daniel Lion betont in seiner Studie die starke Marktstellung des Konzerns in Deutschland. Dort habe sich der Konzern laut dem Experten rund 15 Prozent des Marktanteils am Traffic-Engineering-Geschäft gesichert. Ferner sollen eingehende Aufträge weiter Rückenwind geben. Unterm Strich ist die Strabag-Aktie für den Analysten der am attraktivsten bewertete Bau-Wert in Europa.
 
Beim Gewinn je Aktie erwarten die Erste-Analysten 2,45 Euro für 2016, sowie 2,55 bzw. 2,83 Euro für die beiden Folgejahre. Ihre Dividendenschätzung je Titel beläuft sich auf 0,90 Euro für 2016, sowie 1,00 bzw. 1,10 Euro für 2017 bzw. 2018. (APA)