Österreich/Italien

Ende des Streits mit Strabag: Neue Ausschreibung für Pedemontana

Das Autobahnprojekt in der Lombardei lag deshalb seit Jahren auf Eis - nun gibt es einen Neustart.

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"Wir haben den Streit auf optimale Weise für uns und für Strabag beenden können. Jetzt können wir uns auf die neue Ausschreibung konzentrieren", sagt Lombardeis Regionalpräsident Attilio Fontana.

Nachdem ein jahrelanger Rechtsstreit zwischen Österreichs größtem Baukonzern Strabag und der norditalienischen Autobahngesellschaft "Autostrada Pedemontana" beigelegt worden ist, soll jetzt das auf Eis gelegte Autobahnprojekt "Pedemontana Lombarda" zu Ende gebaut werden. Geplant ist jetzt eine neue Ausschreibung für die Vollendung des Infrastrukturprojekts.

Wie der Präsident der Lombardei, Attilio Fontana, laut Medienangaben vom Donnerstag berichtete, habe die Regierung in Rom das grüne Licht für den Bau des zweiten Loses der Pedemontana gegeben. Fontana berichtete, dass ein zufriedenstellendes Abkommen mit Strabag zur Beilegung des Streits erreicht worden sei. "Wir haben den Streit auf optimale Weise für uns und für Strabag beenden können. Jetzt können wir uns auf die neue Ausschreibung konzentrieren", sagte Fontana.

Das Autobahnprojekt "Pedemontana Lombarda" stand bisher wegen zahlreicher Gerichtsstreitigkeiten still. Unter anderem, weil die Autobahngesellschaft entschied, den Vertrag mit dem Strabag-Konsortium für das zweite Los der Autobahn aufzulösen, wogegen sich die österreichische Gesellschaft gewehrt hatte. Der Streit wurde im April beigelegt, indem sowohl Strabag, als auch die Autobahngesellschaft "Autostrada Pedemontana", auf ihre Entschädigungsforderungen verzichteten.

Den ursprünglichen Plänen zufolge hätte die Verbindung zwischen dem Mailänder Flughafen Malpensa und Bergamo bereits im Jahr 2015 - für die damalige Expo in Mailand - fertig sein sollen. Die hohen Baukosten, die von den ursprünglich avisierten 1,7 Mrd. auf jetzt geschätzt 4,5 Mrd. Euro stiegen, wurden öfters kritisiert. Der Streit zog sich seit vier Jahren hin und verhinderte die Fortsetzung des Bauprojekts.

Jetzt will die "Autostrada Pedemontana", an der sich die Region Lombardei beteiligt, Wettbewerbe für zwei der drei fehlenden Lose (B2 und C) ausschreiben. Medienindiskretionen zufolge könnte sich Strabag für die beiden Baulose bewerben. Geplant ist der Bau einer Strecke, die Vimercate bei Mailand mit Bergamo verbinden soll. (APA)