Bau-Katastrophen

Ein Jahr seit dem Einsturz der Morandi-Brücke – Eine Tragödie unter vielen

Ein Schock ging durch die Welt, als vor genau einem Jahr die Morandi-Brücke in Genua zusammenstürzte und 38 Menschen in den Tod mitriss. Doch es war leider bei weitem nicht das erste Mal, dass wegen Brückeneinstürzen Menschen ihr Leben lassen mussten. Lesen Sie hier, welche Unglücke sich selbst in jüngster Vergangenheit ereigneten und leicht hätten verhindert werden können.

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Portugal, 2001 – Eine zu verhindernde Katastrophe

Ein Hochwasser führt eines Abends im März 2001 bei der 115 Jahre alten Fachwerkbrücke über den Duero in Portugal zum Unglück. Das Wasser schwemmt einen der sechs Steinpfeiler davon. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich ein Reisebus und drei Autos auf der einspurigen Brücke und stürzen in die Tiefe. 50 Menschen sterben. Besonders tragisch: Die Brücke galt bereits seit vielen Jahren als einsturzgefährdet und Anrainer hatten einen Neubau gefordert.

China, 2007 – Ein zu schneller Bau

Es hätte eigentlich ein schöner Moment sein sollen, damals, am 13. August 2007. In Zentralchina ist die 268 Meter lange und 42 Meter hohe Autobahnbrücke über den Fluss Tao soeben fertiggestellt worden. Mit dem Bau hat man sich besonders beeilt und Sicherheitsstandards wurden nicht eingehalten – das wird nun zum Verhängnis. Wie die Arbeiter das Gerüst gerade abbauen, bricht die Brücke in sich zusammen. 64 Menschen lassen ihr Leben.

Dass auch die Morandi-Brücke keine Ausnahme in Bausünden für Italien darstellt, können Sie hier nachlesen: Warum stürzt in Italien alles ein?