Mittwoch, 19. Dezember 2018 – Morning Briefing

Eigentumsverkauf ging deutlich zurück – Viel zu wenig Neubau in Deutschland – Salzburg im Alleingang gegen Airbnb

Das Wichtigste des Tages in Kürze. Österreich: So entwickelten sich Eigentumsverkäufe 2018 – Deutschland: So viel wurde 2018 gebaut, so viel hätte es sein sollen – Salzburg: Land erschwert mit Neuerungen Airbnb-Vermietungen stark

Von
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Zitat des Tages:

„Gleichberechtigung ist Teil unserer DNA und unserer Unternehmensphilosophie. Sie ist eine absolute Selbstverständlichkeit.“

Christian Zandonella, General Manager The Ritz-Carlton in Wien. Im Hotel ist rund die Hälfte der Führungspositionen weiblich besetzt – ohne Quotenregelung. 

Wien mit Rückgang noch erster

Laut Erhebungen durch den Verband der Immobilienwirtschaft (ÖVI) und Immounited, Bereitsteller von Grundbruch- und Immobiliendaten, wurden 2018 weniger Eigentumswohnungen in Österreich verkauft als noch im Vorjahr (47.000 v. 42.000). Die meisten Verkäufe gehen immer noch in Wien über die Bühne (30 Prozent), allerdings deutlich weniger als 2017. Trotzdem stieg der Durchschnittspreis einer österreichischen Eigentumswohnung um sieben Prozent auf 240.500 Euro – das sind 1.550 Euro /m² in Eisenstadt und 3.790 Euro/m² in Wien.

Wie sollen 1,5 Millionen erreicht werden?

Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (ZDB), Reinhard Quast, schätzt die deutsche Neubauleistung 2018 auf rund 300.000 Wohnungen. Kommendes Jahr würden es 315.000 bis 320.000 Objekte werden.Das seien zwar doppelt so viele wie noch 2010, doch nicht genug. Der Bedarf liege bei 350.000 Wohnungen oder höher. Im Koalitionsvertrag sind eigentlich 1,5 Millionen neue Wohnungen bis 2021 festgelegt – so müssten eigentlich 375.000Einheiten pro Jahr gebaut werden.

Airbnb in Salzburg nicht willkommen

Das Land Salzburg will nun allein einen härteren Weg in Sachen Airbnb einschlagen und verschärft das Nächtigungsabgabengesetz. Wer über die Plattform vermieten möchte, muss sich bei der Gemeinde registrieren lassen oder riskiert Strafen in der Höhe von bis zu 25.000 Euro. Um sich erfolgreich registrieren zu lassen, muss das Wohnobjekt dem Raumordnungsgesetz entsprechen, was die Baubehörde prüft. Zusätzlich wird eine Auskunftspflicht eingeführt. Airbnb kritisiert die Neuerungen und will eine bundeseinheitliche Lösung.

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