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Digitalisierung als Lösung? Baubranche verursacht 1,6 Billionen Dollar Schaden

Eine McKinsey-Studie zeigt den Handlungsbedarf - Ansätze gibt es bei zwei Top-Veranstaltungen im September in Wien!

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Christoph Achammer ist überzeugt: „Die Verschmelzung von digitaler und physischer Welt entlang den Prinzipien der vierten industriellen Revolution wird auch die behäbige Immobilienindustrie disruptiv verändern

In einem aktuellen Bericht greift das Wirtschaftsmagazin Economist eine von McKinsey veröffentlichte Studie zur Produktivität der Baubranche auf.

Kernaussage: Aufgrund der schlechten Performance dieses Wirtschaftszweigs gehen der Weltwirtschaft rund 1,6 Billionen Dollar pro Jahr verloren. Die träge Entwicklung der Branche im Hinblick auf Innovation und Digitalisierung – europaweit letztplatziert – war Anlass für die österreichweite Start-Up-Initiative Digital Building Solutions (DBS), die am 12. September in der Wiener Gösserhalle ins Finale geht. Resttickets sind noch unter ig-lebenszyklus.at/digital-building-solutions erhältlich.

Bei der Veranstaltung steht vor allem der Austausch zwischen innovativen Gründerunternehmen und etablierter Bau- und Immobilienwirtschaft im Vordergrund. In der historischen und einzig für dieses Event zugänglichen Wiener Gösserhalle präsentieren die 15 Finalisten im öffentlichen Pitch ihre digitalen und disruptiven Lösungen, anschließend wird das Gewinnerteam von Jury und Publikum ermittelt. Gefragt waren komplett neue Ideen, aber auch transformierbare Software- und oder Hardwareprodukte oder Services aus anderen Industrien. 

Nur neun Tage später, am 21.9.2017, werden sowohl diese Startups als auch größere Zusammenhänge und Themen rund um die Digitalisierung der Bau- und Immobilienwirtschaft Thema bei der ganztägigen Internationalen SOLID BIM Konferenz in Perchtoldsdorf bei Wien sein.

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Rund 7 Prozent der Weltbevölkerung im arbeitsfähigen Alter sind in der Baubranche tätig. Mit rund 10 Billionen Dollar, die jährlich in Waren und Dienstleistungen investiert werden, ist sie zudem eine der größten Branchen weltweit. Während die Arbeitsproduktivität in der Weltwirtschaft in den letzten zwei Jahrzehnten um durchschnittlich 2,8 Prozent pro Jahr gewachsen ist, liegt das Äquivalent in der Baubranche jedoch nur bei einem Prozent. Ein Aufholen könnte die Weltwirtschaft um rund 2 Prozent steigern. 

„Die Verschmelzung von digitaler und physischer Welt entlang den Prinzipien der vierten industriellen Revolution wird auch die behäbige Immobilienindustrie disruptiv verändern. Wir halten es für richtig, die Bauindustrie, deren grundsätzliches Modell sich seit 150 Jahren nicht wesentlich geändert hat, in jeder einzelnen Phase infrage zu stellen und ihr mit neuen Methoden zu gesteigerter Produktivität und höherer Qualität zu verhelfen“, betont Univ.-Prof. Christoph Achammer, Vorsitzender von ATP architekten ingenieure und Mitinitiator von Digital Building Solutions (DBS), der Start-Up-Initiative der IG Lebenszyklus Bau.

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