Stadt der Zukunft

Diese Trends werden den Städtebau dominieren

Unsere Städte werden ihr architektonisches Antlitz in den nächsten Jahren merklich verändern. Welche Trends den Städtebau künftig beherrschen werden.

Immobilienmarkt Immobilienrendite AG Städtebau Markus Kitz-Augenhammer

Wie werden wohl die Städte der Zukunft aussehen, wie werden wir wohnen und wie arbeiten? Auf diese Trends wird es wohl ankommen.

Wie werden wir künftig wohnen - und wie arbeiten? Wie werden unsere Städte künftig aussehen, wie wird der Städtebau auf gesellschaftliche Entwicklungen reagieren? Mit welchen Trends der Wiener Immobilienentwickler Immobilienrendite AG rechnet und wie er darauf reagieren will.

Dachgeschoß-Flaute

In den Ballungszentren ist Wohnraum knappes Gut. Denn immer mehr Menschen leben in den Städten. Daher müssen rasch neue Wohnraumlösungen her: Warum nicht höher bauen? Doch diese Bauhöhen müssen erst einmal behördlich bewilligt werden. Paradoxerweise ist der Boom beim Ausbau von Dachgeschosswohnungen in Wien aber längst vorbei. 2013/14 Jahren zahlte man im Schnitt dafür 400.000 Euro, jetzt bereit 800.000 Euro. Das kann sich die Mittelschicht, die Haupt-Zielgruppe dieser Wohnungen, schlicht nicht mehr leisten. Die Immobilienrendite AG realisiert daher keine neuen Dachgeschoss-Wohnungen in Wien.

Nachverdichtet

Da Raum knapp wird, denken immer mehr Stadtplaner über die Nachverdichtung von Cities nach. Darunter versteht man nicht die Zubetonierung von Grünflächen, sondern die kreative Nutzung von Brachflächen. Also die innovative Nutzung bestehender Flächen im Gewerbegebiet. Zum Beispiel den Bau von Wohnungen oberhalb von Supermärkten. Diese haben oft ein Flachdach und eignen sich daher ideal für eine Aufstockung. Doch dies setzt eine Änderung der Flächenwidmung voraus – in Wien ein schwieriges Thema. Zudem gibt es vermehrt Singles und Menschen, die nach kleinen, leistbaren Mikro-Wohnungen suchen.

Wohne und teile

Wir alle werden immer mobiler: Wir ziehen öfter um als früher und wechseln öfter unseren Job. Warum also nicht über gemischt genutzte Räume nachdenken, die wir mit anderen teilen? Also über Räume, die in der Nacht eine Wohnung sind und am Tag ein Büro, wenn andere sie nicht brauchen. "Nur so kann man knappe, innerstädtische Räume wirklich effizient nützen“, erklärt Markus Kitz-Augenhammer, Vorstand der Immobilienrendite AG. Außerdem geht der Trend bei Jungen, wie auch das Thema Auto zeigt, längst weg zum Besitz und hin zur gemeinsamen Nutzung von Dingen. Das wird auch den Immobilienmarkt einholen.

Aus-Lagerung

Wohnraum in Ballungszentren ist viel zu knapp und viel zu teuer für die Lagerung von Dingen. Denn in leeren Erdgeschoss-Zonen abseits belebter Einkaufsstraßen will niemand wohnen oder ein Geschäft eröffnen. Daher eignen sich diese Räume, die sich nicht am Stadtrand befinden, sondern mitten im Wohngebiet, perfekt für die Lagerung von Dingen, die in Wohnräumen keinen Platz haben oder in feuchten Altbau-Kellerabteilen verschimmeln würden: lieb gewonnene Möbelstücke, von denen man sich nicht trennen will, oder Saisonartikel wie Ski. Deshalb betreibt die Immobilienrendite AG auch einige Local Storages in Wien.

Mehr Holz

Holz ist der Baustoff der Zukunft, denn er ist nachhaltig weil nachwachsend, langlebig und in puncto gesunde Raumluft ideal für Wohngebäude. Denn Holz atmet: Es nimmt Feuchtigkeit aus der Luft auf und gibt diese wieder ab. Nachdem von Bauträgern jahrelang dichte Betonhüllen gepriesen wurden, die ein nicht ideales Raumklima bieten, besinnt man sich nun wieder auf den Baustoff aus der Natur.

Der Speckgürtel als Stadt

Das Land, besonders der wachsende Speckgürtel rund um Wien, ist dank der Digitalisierung nicht mehr länger Provinz: Das Mindset der Menschen auf dem Land wird immer urbaner. Denn immer mehr Menschen verwirklichen sich den Traum von Wohnen im Grünen und Arbeiten in der Stadt. Das bringt Risiken mit sich, etwa durch zunehmenden Pendelverkehr und die Versiegelung von Grünflächen durch immer mehr Eigenheime, aber natürlich auch Chancen für eine Neugestaltung.