Mittwoch, 16. Oktober 2019 – Morning Briefing

Die teuersten deutschsprachigen Städte – Amsterdamer Brückenhäuschen werden Hotelzimmer – Größte Baureform in GB in 40 Jahren

Das Wichtigste des Tages in Kürze. Österreich/Deutschland/Schweiz: Nirgends so teuer wie in Bern – Amsterdam: Obsolete Brückenhäuschen gar nicht mehr obsolet – Großbritannien: Grenfell Tower zieht Reform nach sich

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Zitat des Tages:

„nicht nur theoretisch wichtig“

seien der Erste Group Immorent Umwelt und Nachhaltigkeit – man würde eben auch konkret danach handeln, sagt Wolfgang Hausner, Geschäftsführer von Erste Group Immorent. Beweis dafür soll das nun eröffnete silo plus in Wien-Liesing sein. Der Office Campus mit 11.000 Quadratmetern Büronutzfläche wird zu 90 Prozent energieautark betrieben werden.

Vergleichszahlen

Laut einer gestern durch die Schweizer immowelt veröffentlichte Analyse ist die teuerste Stadt für Eigentum im deutschsprachigen Raum Zürich. Hier zahlt man im Schnitt 12.800 Franken pro Quadratmeter, fast doppelt so viel wie in Bern. Die Schweizer Hauptstadt liegt aber bereits im Schnitt 43 Prozent über Wien und 45 Prozent über Berlin. In Deutschland ist laut Analyse München die teuerste Stadt und in Österreich – mit 25 Prozent mehr als in Wien – Innsbruck.

Brückenbauer

Das niederländische Architekturbüro Space and Matter hat mehrere mittlerweile überflüssige Brückenöffner-Häuschen an den Amsterdamer Kanälen in Hotelräume verwandelt. Die insgesamt 28 Suiten ergeben zusammen das Sweets Hotel. Verbunden sind sie miteinander nur durch die Wasserwege. Da die Behausungen in ganz unterschiedlichen Jahrhunderten gebaut wurden – und auch von berühmten niederländischen Architekten –, richtet sich auch im Umbau ihre Architektur nach ihrer Original-Zeit. Teilweise waren die Häuschen nur wenige Quadratmeter groß, sodass Space and Matter nach oben und unten ausgebaut haben – diese Suiten haben nun drei kleine Stockwerke, verbunden durch eine Treppe. Das meiste aus der geringen Nutzfläche herauszuholen, sei auch die größte Herausforderung gewesen.

https://youtu.be/YKfvWg8v0CY

Reformbedarf

Die Tragödie rund um den Grenfell Tower wird im Nachhinein neue Sicherheitsvorschriften bei Gebäuden bewirken – laut Experten die größte Reform in der Baubranche in 40 Jahren. Sowohl im Design, als auch während des Baus, als auch während des Betriebes soll es künftig sehr viel mehr Vorschriften für die Verantwortlichen geben. Am 30. Oktober soll der endgültige Bericht über den Grenfell Tower herauskommen.  

Unser Lesetipp des Tages: Das größte BIM-Modell der Welt

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