SOLID Bautech-Preis Austria 2015

Die Besten der Besten beim Bautech-Preis Austria 2015

Der SOLID Bautechpreis Austria 2015 war nicht nur eine Mutinjektion für die heimische Bauwirtschaft, sondern auch ein hochkarätiger Ort der Begegnung für die technische Creme der Baubranche.

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Die Gewinner präsentieren stolz ihre wohl verdienten Trophäen.

Burkhard Winterfeld, in Personalunion Geschäftsführer des Baumaschinenverleihs HKL, damit Vertreterr des Bautechpreis Austria-Hauptsponsors und Jurymitglied für die Auszeichnung des spektatkulärsten Baumaschineneinsatzes, brachte es auf den Punkt: "Es war besonders auffällig, dass es doch etliche spektakuläre und technisch hoch stehende Projekte weit weg von Österreich unter den Einreichungen gab - in Amerika, Afrika, Asien, im europäischen Ausland. Das zeigt, wie stark diese Bauwirtschaft in Österreich eigentlich ist."

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 Gegenüber den vergangenen Jahren gab es zusätzlich zu den bekannten und bewährten Kategorien International, National, Innovation, KMU und Spektakulärer Baumaschineneinsatz die neue Kategorie Greenbuilding und einige neue Fragen für die Jury: ist eine Softwarelösung eine Bautechpreis-würdige Sache? Antwort: Ja, wenn sie als Anwendung bei einem bestimmten Projekt eingereicht wird.
Ist die Erfüllung von hohen, aber normiert vorgegebenen Umweltstandards eine Qualifikation für einen Bautechpreis-Gewinn? - Nein, dafür bedarf es mehr.
Und schließlich: Ist eine Projektsteuerung eine Bautechpreis-würdige Angelegenheit? Darüber wurde am längsten diskutiert, ehe sich die Jury zu einem Ja entschloss, das der Nutznießer dieses Ja, Wolfgang Kradischnig von Delta, so kommentierte: "Technik braucht Management, insbesondere in der heutigen Zeit, wo es so viele verschiedene Projektbeteiligte gibt. Als Projektsteuerer waren wir gefragt, die 110 Vergabeerfahren so zu staffeln, dass die Vergaben trotz Abhängigkeit von anderen Baufeldern zeitgerecht erfolgt sind und die jeweiligen Arbeiten termingerecht aufgenommen werden konnten. Eine technische Besonderheit dabei war die Übersiedelung des Rechenzentrums mit Parallelbetrieb - eine der größten in Österreich."
 
Die beiden Jurys - eine für die Bau-Einreichungen, eine kleinere für die Baumaschinen - tagten bestens vorbereitet knapp drei Wochen vor der Preisverleihung und diskutierten stundenlang engagiert die zahlreichen sehr unterschiedlichen Einreichungen. Der Jury-Vorsitzende und -Sprecher Prof. Wilhelm Reismann fasste schließlich die Messlatte für das Gewinnen eines Preises für die knapp 100 geladenen Gäste im Seminathotel Parkschlössl im 3. Wiener Gemeindebezirk so zusammen: "Wir haben unter den Einreichungen nach Überzeugungstätern gesucht, die wirklich alles getan haben, um aus ihrer Überzeugung heraus ein Bauwerk zu schaffen, das weit über das hinaus geht, was Betonierer normalerweise machen."
Reismann stellte im Rahmen der Veranstaltung auch "the better way" (www.thebetterway.cc) vor, eine Initiative der ICPMA, der International Construction Project Management Association. "Das Ziel dabei ist es, Impulse zur Optimierung des Bauprozesses zu geben, aber auch zum gesamten Lebenszyklus von Immobilien,  Infrastruktur- und Industrieprojekten. Vor allem geht es mir da speziell für Österreich darum, dass wir uns nicht dafür entschuldigen sollen müssen, mit hervorragenden Projekten auch Gewinne zu machen."

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Damit rannte er bei den Besuchern und gleichzeitig als Preisträger Hauptdarstellern der SOLID Bautechpreis Austria-Gala ebenso offene Türen ein wie vor ihm von der humorigen Seite Kabarettist Wolf Gruber, der die Bauwirtschaft einige Male gekommt auf die Schaufel nahm. Kostprobe: "kommt im März die Sommerzeit, ist's länger hell für Schwarzarbeit".
 
Für die Zukunft hatte der Bautechpreis-Juryvorsitzende Reismann nach erfolgter Preisverleihung ein klares Drei-Stufen-Programm: "Erstens Innovation: Themen wie Building Integrated Modeling und andere neue Prozesse müssen schnell kommen. Es geht um sofortige Innovation und das durch die Bank in Gewerbe, Industrie etc. Zweitens politische Rahmenbedingungen: Wir sollten bei all diesen Themen wie Vergabegesetz etc. die vielen Formalismen so gut als möglich abbauen. Drittens Export: Rausgehen und in der Welt messen. Dann werden wir auch zuhause erfolgreicher sein."

Thomas Pöll