16. NOVEMBER 2020 – DAS MORNING BRIEFING AM MONTAG

Deutsche Wohnen – Immobilien in den USA – Strabag – voestalpine – TAG Immobilien

Das Wichtigste der letzten Tage kompakt. So starten Sie top-informiert in die Woche.

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Zitat der Woche:

„Mit der zweiten Welle an Covid-Fällen, treibt Social Distancing die Suche der Menschen nach Wohnlösungen weiter voran“,

fasst George Ratiu von Realtor.com die Situation am Immobilienmarkt momentan zusammen.

(Beinahe) Krisenfest

Beim Immobilienkonzern Deutsche Wohnen haben sich während der Coronakrise bisher nur knapp über ein Prozent der Mieter gemeldet und um Unterstützung angefragt. Auch wirtschaftlich seien die Folgen für den Konzern gering. In den ersten neun Monaten sank das Ergebnis aus dem operativen Geschäft allerdings trotz weiter steigender Mieten um 1,2 Prozent auf 422,4 Millionen Euro, was unter anderem an höheren Zinsaufwendungen lag. (apa/red)

Bodenloses

In einigen der teuersten Städte der USA fallen die Mieten weiterhin – so auch in San Francisco, wo der durchschnittliche Preis für eine Einzimmerwohnung um 31 Prozent niedriger ist als noch vor einem Jahr. Bei Zweizimmerwohnungen ist es ein Minus von 24 und bei Dreizimmerwohnungen von 21 Prozent. Das zeigt eine aktuelle Studie von Realtor.com. Zu den größten Preisverlusten zählen außerdem Mieten in Manhattan, Boston, Seattle und Washington, DC.

White Paper zum Thema

Auf Kurs

Die Strabag sieht sich nach dem dritten Quartal weiter auf dem Kurs, dass die Leistung 2020 15 Milliarden Euro erreicht – im Vorjahr waren es 16,6 Milliarden Euro. Von Jänner bis September sank die Leistung um neun Prozent auf 11,10 Milliarden Euro, der Auftragsbestand wuchs um sieben Prozent auf 18,96 Milliarden Euro. Der Leistungsrückgang liege im Rahmen der Erwartungen, heißt es vom Konzern. (apa/red)

Stählerne Probleme

Die voestalpine hatte schon vor der Coronakrise mit Verlusten zu kämpfen, nun steht unterm Strich im ersten Geschäftshalbjahr 2020/21 ein Nettoverlust von 276 Millionen Euro. Vor der Pandemie setzten dem Unternehmen die nachlassende Konjunktur, US-Strafzölle auf Stahlprodukte, eine Kostenexplosion im Roheisenwerk in Texas und überbordende Anlaufkosten im amerikanischen Automotive-Werk in Cartersville zu. Während der Pandemie nun sanken die Umsätze zwischen April und September um 21,9 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro. Das Unternehmen führt das auf geringere Auslieferungsmengen und gesunkene Preise zurück. (apa/red)

Von TAG zu TAG

Steigende Mieteinnahmen und ein wachsendes Geschäft mit Dienstleistungen stimmen TAG Immobilien optimistischer für das laufende Jahr. Das Unternehmen setzt neben Deutschland momentan verstärkt auf den polnischen Markt, in den es Ende 2019 mit einer Übernahme eingestiegen war. Das operative Ergebnis soll 2020 nun auf 170 bis 173 Millionen Euro steigen, nach 160,6 Millionen ein Jahr zuvor. Den Aktionären stellt das Management für 2020 eine Dividende von 0,88 Euro je Aktie in Aussicht, um einen Cent mehr als bisher.

Unser Video-Tipp der Woche: "Alle sollen alles wissen"

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