3D-Printing

Das kurvige Haus aus dem Drucker

Wie sieht ein Haus aus, das ausgedruckt und von einem Roboter zusammengebaut wird? Wir stehen direkt vor einer Weltpremiere.

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Das macht Curve Appeal anders: Es ist das erste Freiform-Haus aus dem Drucker.

Als die Welt das erste Mal vom 3D-Druck hörte, konnte sie sich wohl nicht vorstellen, was damit eines Tages alles möglich sein würde. Auch nicht, als sie das zweite Mal davon hörte.

Heute kann man sogar schon in das einst Unvorstellbare hineingehen. Die Chicagoer Architekten-Firma WATG steht kurz davor, ein Haus auszudrucken. Der bereits 2016 angekündigte Plan nahm letztes Jahr konkrete Formen an und steht nun kurz vor dem Abschluss. 

Kurvig und neu

Curve Appeal, wie das Haus heißt, ist nicht das erste aus dem Drucker, doch eines der ersten. Und es ist in seiner Art einzigartig, denn im Gegensatz zu bisherigen Versuchen, wurde hier nicht auf ein möglichst simples Design geachtet, um den Druck zu vereinfachen. Der eingeschossige Bau mit seinen komplexen geometrischen Formen wird demnach der erste Freiform-Druck sein und hat bereits vor seiner Fertigstellung den ersten Platz bei der Freeform Home Design Challenge gewonnen.

Die gebogene Gitterstruktur des Hauses stammt vollständig aus dem 3D-Printer. Die Wände zwischen den drei verbundenen Kuppeln werden aus traditionellen Materialien gefertigt. Der projektführende Designer, Daniel Craven, sieht in dem gedruckten Haus den Beweis, dass Wohnraum schnell und billig geschaffen werden kann. Der Rahmen wird beinahe zur Gänze von einem Roboter angefertigt, der speziell für dieses Unterfangen gerüstet wurde. Die Architekten schätzen, dass in drei oder vier Jahren solche Roboter auch direkt auf Baustellen für einen Großteil der Arbeit eingesetzt werden könnten.

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