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"Corona-Einschlag in ein paar Monaten"

Der Chef des deutschen Bauindustrieverbands Ost fordert ein massives Gegensteuern der Politik.

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BIVO-Chef Robert Momberg

Der Geschäftsführer des Bauindustrie Verbands Ost (BIVO), Robert Momberg, fürchtet in einem Interview mit dem Tagesspiegel, dass im Baugeschäft "der Corona-Einschlag in ein paar Monaten" kommt.

Als Grund dafür sieht er ein 100 Milliarden Euro-Minus bei den Steuereinnahmen und dessen Folgen: "Der Bau ist zum großen Teil abhängig von öffentlichen Aufträgen. Ohne Einnahmen muss die Öffentliche Hand Investitionen streichen, weil Sozialleistungen und andere konsumptive Ausgaben nicht gestoppt werden können. Das zweite Indiz für den Einbruch ist, dass viele Menschen in Kurzarbeit sind und weniger Einkommen haben oder erwarten. Da baut keiner ein Eigenheim oder kauft eine Wohnung. Und im dritten Umsatzbereich, dem Wirtschaftsbau, werden die die Firmen Investitionen zurückstellen, weil die Wirtschaftsweisen die größte Rezession der Nachkriegszeit voraussagen."

Er fordert daher von der Politik, dass sie ihre teils ideologiegetriebene Ablehnung von Bauprojekten aufgibt. "Nehmen wir den Verkehrsbau zum Beispiel. Da gibt es die Vision einer autofreien Stadt, und deshalb wird der Ausbau der Tram ideologisch gesetzt. Die Verlängerung von U-Bahn-Linien wird nicht einmal offen diskutiert. Die U-Bahn ist ein perfekter Verkehrsträger, es gibt keine Kreuzungen, keine Emissionen, und sie verbraucht keine Flächen in der Stadt, um die Fußgänger, Radfahrer und Autos ohnehin schon kämpfen."

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