Mittwoch, 17. April 2019 – Morning Briefing

Brandschutz bei Notre Dame nicht möglich – Großauftrag für Porr – Gutes erstes Quartal im Immo-Investment

Das Wichtigste des Tages in Kürze. Paris: Zuschüsse für Wiederaufbau von Notre Dame steigen, Brand erklärt – Rumänien/Österreich: Porr baut an Autobahn mit – Österreich: Drittbestes Erstquartal an Immo-Investments in fünf Jahren

Von
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Zitat des Tages:

"Die Festlegung einer Zielgröße Null für den Vorstand ist nicht mehr zeitgemäß."

Bärbel Schomberg, Vizepräsidentin des Branchenverbands Zentraler Immobilien Ausschuss ZIA und Vorsitzende des ZIA-Ausschusses Diversity. Die Zielgröße Null beim Frauenanteil im Vorstand hat sich aktuell ein Drittel der 160 börsennotierten deutschen Unternehmen gesetzt. Sie sind gesetzlich dazu verpflichtet, feste Zielgrößen zu veröffentlichen, nicht aber, dass diese über Null liegt.

Der Tag danach

Zu den Menschen und Institutionen, die sich schnell bereitwillig gezeigt haben, zum Wiederaufbau der Kathedrale Notre Dame de Paris beizusteuern, ist nun auch Bernard Arnault, Chef des Konzerns LVMHdazugekommen. Er will 200 Millionen Euro zur Verfügung stellen, die Familie Pinault 100 Millionen (das Solid Morning Briefing berichtete). Die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, will Stadtgelder zur Verfügung stellen und eine Funraising-Kampagne starten. Der französische Präsident Emmanuel Macron versprach auf Twitter den Wiederaufbau. Brandschutz sei bei solch einer Architektur kaum möglich, so die deutsche Kunsthistorikerin und Architektin Barbara Schock-Werner. Nicht nur handelt es sich zu großen Teilen um eine Holzkonstruktion – auch war das Holz schon sehr alt und trocken. Der Dachstuhl werde sich aber sicher rekonstruieren lassen, so die Expertin.

Baulos gezogen

Großauftrag für die Porr in Rumänien – der österreichische Baukonzern bekommt den Zuschlag für ein über 13 Kilometer langes Baulos beim Bau der Autobahn von Sibiu nach Pitesti. Laut Plan soll der Bau im Frühjahr 2020 starten. Die Auftragssumme beläuft sich auf rund 129 Millionen Euro, so die Porr.

Guter Start

Laut dem Immo-Consulter EHL wurden in Österreich im ersten Quartal 2019 bereits Immobilien-Investments in Höhe von insgesamt 900 Millionen Euro abgeschlossen. Das bezeichnet einen guten Start nach den gut vier Milliarden Euro für 2018, dem zweiterfolgreichsten Jahr. Im Fünfjahresvergleich ist das heurige das drittbeste Startquartal. Büros hatten mit 60 Prozent den klar größten Anteil an den Transaktionen. 

Unser Lesetipp des Tages: Baukosten steigen weiter

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