Donnerstag, 21. November 2019 – Morning Briefing

Branche fordert Heizungsmodernisierung – Weniger Wohnungsgenehmigungen in Deutschland – CA Immo macht starkes Gewinnplus – Immer mehr Tiny Houses in USA

Das Wichtigste des Tages in Kürze. Österreich: Branche fordert Heizungsmodernisierung – Deutschland: Bauindustrie macht Regulierungen und Mietpreisdeckel für Genehmigungsrückgang verantwortlich – Österreich: Bei CA Immo gehen die Kurven nach oben – USA: Tiny Houses werden mehr, aus gutem Grund

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Zitat des Tages:

„Die Heizungsmodernisierung ist für den Klimaschutz in den eigenen vier Wänden der wichtigste Hebel und kann den CO2-Ausstoß um 90 Prozent reduzieren.“

Das erklären die sieben Verbände, die dem „Runden Tisch Wärmewirtschaft“ in Österreich angehören, wie sie ihren neuen Maßnahmenkatalog jetzt der Politik übergeben haben. Die Branche zielt damit schon klar auf ein kommendes Regierungsprogramm ab und empfiehlt eine Verbesserung des Fördersystems, steuerliche Anreize und eine bundesweite Heizungsdatenbank.

Deckel auf die Genehmigungen

In Deutschland gehen die Baugenehmigungen für Mehrfamilienhäuser weiter zurück. Die Bauindustrie, etwa der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, macht dafür zunehmende Regulierungen verantwortlich. In den ersten neun Monaten 2019 wurden um 3,4 Prozent weniger Neubauwohnungen in Mehrfamilienhäusern genehmigt als im Vergleichszeitraum 2018. Die Talfahrt hat zwar bereits vor dem neuen Mietpreisdeckel begonnen, doch der würde hier nicht helfen, meint die Industrie. In Berlin beträgt das Minus sogar 21 Prozent. Die Zahlen kommen vom Statistischen Bundesamt. Dennoch kann das Niveau der Genehmigungen für Wohnungen in Ein- und Mehrfamilienhäusern deutschlandweit seit 2016 als eher hoch betrachtet werden.

Trennung und Befeuerung

Befeuert von höheren Mieterlösen und von einem deutlich höheren Neubewertungsergebnis hat die CA Immo per Ende September ein starkes Gewinnplus verbucht. Unterm Strich legte der Gewinn (Periodenergebnis) um 30,9 Prozent auf 177,9 Mio. Euro zu. Das Ergebnis je Aktie belief sich zum Stichtag 30. September auf 1,91 Euro (2018: 1,46 Euro je Aktie). Das Jahresziel wurde am Mittwoch bestätigt. Der Vorstand sieht die Gesellschaft mit sehr guten Ergebnissen in den ersten neun Monaten auf ein weiteres erfolgreiches Gesamtjahresergebnis zusteuern. Erst vor wenigen Tagen hat sich die CA Immo von allen ihren restlichen Immofinanz-Aktien getrennt. Die 4 Prozent des Immofinanz-Aktienkapitals waren 111 Mio. Euro wert. Vor dem Deal im November hatte die Gesellschaft im Lauf des Jahres schon 0,9 Prozent losgeschlagen. Aus dem gesamten Investment lukrierte die CA Immo einen Return von rund 15 Prozent auf das Investment. Den Erlös des Verkaufs dieser nicht-strategischen Beteiligung werde man ins Kerngeschäft reinvestieren - also in die Entwicklung von Immobilien in Deutschland, Österreich und Zentral-/Osteuropa. (apa/red)

Süße Häuser

In den USA nimmt der Bestand an Tiny Houses zu. Sie werden besonders für Menschen in Geldnot errichtet, etwa in Detroit, die sich sonst kein Dach über dem Kopf mehr leisten könnten – vor allem kein eigenes. Die kleinen Behausungen werden von verschiedenen Wohltätigkeitsorganisationen gebaut. Da die Arbeiten schnell gehen und die Häuser meist absichtlich recht „niedlich“ aussehen – oft wie die Häuser in der Umgebung, nur eben kleiner –, bleibt Kritik durch die Anrainer größtenteils aus und die Spenden steigen. Eine Tiny-House Bewohnerin in Detroit zahlt 350 Dollar Miete im Monat. Sie spart auf diese Weise genug Geld, um das Haus nach sieben Jahren kaufen zu können.

Unser Lesetipp des Tages:

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