Österreich

BIM-Autobahnmeisterei Bruck eröffnet

Das Leuchtturmprojekt der Asfinag hat aber noch mehr zu bieten und ist Österreichs modernste Autobahnmeisterei.

ASFINAG BIM Österreich Infrastruktur

Bei der Eröffnung vlnr.: Andreas Fromm, Stefan Siegele – ASFINAG Geschäftsführer; Hartwig Hufnagl, Josef Fiala – ASFINAG-Vorstände; Gerhard Weil, Bürgermeister Bruck/Leitha; LR Ludwig Schleritzko; LR Heinrich Dorner; Straßenbaudirektor NÖ, Josef Decker

Mit der Zusammenlegung der bisherigen Standorte Schwechat und Parndorf bündelt die Asfinag ab sofort ihre Einsatzstärke zentral in Bruck. Die Koordination des Betriebes ist damit vereinfacht und die Wege auf die A 4 und die A 6 kürzer. Vor allem vor dem Hintergrund des derzeit laufenden dreispurigen Ausbaus der A 4 ist auch der neue, zentral gelegene Asfinag-Standort ein wesentlicher Faktor für eine zukünftig höhere Verfügbarkeit und mehr Verkehrssicherheit auf der Ostautobahn. Die hochmoderne Ausstattung der neuen Autobahnmeisterei beschleunigt außerdem innerbetriebliche Abläufe wie Fahrzeugumbauten oder die Salzbeladung. Eine direkte Betriebszufahrt auf die A 4 gewährleistet zusätzlich die rasche und verkehrsfreie Auf- und Abfahrt der Einsatzfahrzeuge auf die Autobahn.

In Niederösterreich und im Burgenland betreut das aus 40 Personen bestehende Team rund um Autobahnmeister Dietmar Edel insgesamt 82 Autobahnkilometer mit dreizehn Anschlussstellen, zwei großen Knotenpunkten, zwei wichtigen Grenzübergängen (Nickelsdorf und Kittsee) sowie fünf Rastmöglichkeiten.

Die besonderen Herausforderungen für die Mannschaft sind der mit 17 Prozent überdurchschnittlich hohe Lkw-Anteil auf der A 4 und die anhaltenden Grenzsperren etwa bei starken Schneeverwehungen.

Der Standort in Bruck ist der derzeit modernste Asfinag-Betriebsstandort und zählt zu den drei größten in Österreich. Durch die architektonische Gestaltung fügt er sich optimal in die umliegende Region ein. In einem Architekturwettbewerb wurden insgesamt 45 Beiträge eingereicht. Als Sieger ging daraus der Entwurf des Grazer Architekten DI Christian Andexer hervor.

Der Hauptbaubestandteil der neuen Asfinag Autobahnmeisterei ist Sichtbeton. Die Ein- und Ausfahrten sind von Flugdachbereichen umgeben. Die 720 Quadratmeter Büro- und Verwaltungsräume und die 5.400 Quadratmeter an modernen Werkshallen und Vorbereichen (Flugdächer) umschließen den Betriebshof mit den vier Salzsilos und der Tankstelle.

Autobahnmeisterei, Bruck © Asfinag

Pilotprojekt BIM: 3D-Planung für mehr Transparenz, optimierte Planung, Ausführung und Bewirtschaftung

Die neue Autobahnmeisterei in Bruck/Leitha ist das erste Hochbauprojekt der Asfinag, das mit BIM (Building Information Modeling) geplant und errichtet wurde und auch betrieben wird. Dabei werden mit Hilfe einer speziellen Software alle relevanten Bauwerksdaten digital aufbereitet, modelliert und erfasst und zu einem Computer-Modell erarbeitet. Das Ziel des BIM-Einsatzes: höhere Transparenz, verbesserte Datenqualität und optimierte Kommunikation unter den Projektbeteiligten.

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