Österreich

BIG setzt erstmals mehr als 1 Milliarde um

Lesen sie hier Gründe und Hintergründe für diese Geschäftsentwicklung.

BIG Hochbau

Die Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H. (BIG) verzeichnete im Geschäftsjahr 2016 eine deutliche Umsatzausweitung. Aufgrund gestiegener Mieterlöse und höherer Erlöse aus dem Verkauf von Umlaufvermögen lag der Umsatz mit EUR  1.049,9 Mio. um 6,0 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres. "Wir freuen uns über ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr, in dem wir erstmals den Umsatz auf über eine Milliarde Euro steigern konnten. Die hohe Vermietungsquote von 98,5 % unterstreicht die optimale Ausrichtung des Portfolios", sagt Hans-Peter Weiss, Geschäftsführer der BIG.

Vor diesem Hintergrund konnte auch das EBITDA mit EUR 641,3 Mio. gesteigert werden, während die EBITDA-Marge mit 61,1 Prozent leicht unter dem Vorjahr lag. Das Betriebsergebnis stieg im Berichtszeitraum um 21,2 Prozent auf EUR 742,8 Mio., was in erster Linie auf das höhere Bewertungsergebnis von EUR 111,6 Mio. zurückzuführen war. In weiterer Folge lag der Periodengewinn mit EUR 510,9 Mio. sogar um 27,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Funds from Operations (FFO) ohne Verkäufe stiegen um 3,2 Prozent auf EUR 456,3 Mio. Auch die bereits solide Eigenkapitalquote lag mit 54,2 % über dem Vorjahreswert.

Der zum Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft ressortierende BIG-Konzern umfasst insgesamt 2.089 Liegenschaften mit rund 7,2 Mio. Quadratmetern vermietbarer Fläche. Als einer der größten Auftraggeber im österreichischen Hochbau investierte die BIG im Berichtsjahr EUR 516,6 Mio. in Neubauten, Generalsanierungen und Instandhaltung und garantiert so den langfristigen Erhalt und die kontinuierliche Wertsteigerung ihres Portfolios. Der Fair Value betrug zum Jahresende 2016 EUR 11,4 Mrd.

Rund 70 % der Gebäude sind Schulen und Universitäten. Mit gesamtheitlichem Blick sichert die BIG nicht nur den wirtschaftlichen Erfolg ihrer Projekte, sondern nimmt auch ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr. Dies umfasst vor allem den Fokus auf ressourcenschonendes Bauen und Sanieren sowie auf energieeffizientes Bewirtschaften der Immobilie.

Im Rahmen des Sonderprogramms Universitäten investiert die BIG bis Ende 2020 rund EUR 200 Mio. in 17 definierte Universitätsprojekte – sämtliche Projekte sind bereits in Umsetzung. Zudem gingen im Berichtsjahr zahlreiche Großprojekte in Bau – darunter die Sanierung und Erweiterung des zentralen Lern- und Lehrgebäudes der Medizinischen Universität Innsbruck, die Sanierung und Erweiterung der Bibliothek der Karl-Franzens-Universität in Graz, die Sanierung des Schwanzertrakts sowie die Sanierung und der Umbau eines neuen Gebäudes in der Vorderen Zollamtsstraße als Erweiterungsfläche für die Universität für angewandte Kunst Wien.

Um ihre Erfolge auch in Zukunft abzusichern, setzt die BIG eine Wachstumsstrategie um. Das starke Wachstum ist vor allem auf die Wohnbauinitiative der ARE zurückzuführen, in deren Tochtergesellschaft ARE Development zahlreiche Projektgesellschaften zur Schaffung neuen Wohnraums gegründet wurden. Mehrere wesentliche Meilensteine der Wohnbauinitiative stehen bereits in den Startlöchern – darunter das „TrIIIple“, das „ENSEMBLE“ und der „Wildgarten“.

Vor dem Hintergrund der anhaltend positiven Branchenentwicklung rechnet die BIG auch im laufenden Geschäftsjahr mit einer zufriedenstellenden Geschäftsentwicklung. Insbesondere der Wohnimmobilienmarkt bleibt weiterhin von starker Nachfrage geprägt. Weitere Impulse kommen aus dem Bildungsbereich: 2017 wird unter anderem das derzeit größte Bauprojekt der BIG, der Med Campus der Medizinischen Universität Graz, finalisiert. Zugleich ist mit dem Biologiezentrum der Universität Wien in St. Marx bereits das nächste universitäre Großprojekt in Planung. Mit dem Bildungsquartier Aspern wird auch im Unternehmensbereich Schulen ein weiteres Vorzeigeprojekt fertiggestellt. (PM)