Schweden

Biden: Nord-Stream-2-Pipeline "schlechtes Geschäft" für Europa und OMV

Lesen Sie hier, wie der US-Vizepräsident argumentiert.

International Europa

US-Vizepräsident Joe Biden sagte am Donnerstag in Stockholm, die USA glauben, dass das Nord-Stream-2-Pipeline-Projekt, in das Russland und einige europäische Energiekonzerne - darunter die OMV - involviert sind, für Europa ein "schlechtes Geschäft" sei.
 
Die russische Gazprom und seine europäischen Partner haben sich voriges Jahr auf das Projekt, dass durch die Ostsee laufen soll, geeinigt. Viele osteuropäische Staaten und die USA sind aber der Meinung, dass die Gaspipeline die Versorgungsrouten und die Energiesicherheit der EU einschränken könnte. Die EU bezieht ein Drittel ihres Erdgases von Russland.
 
In der Zwischenzeit haben wie berichtet Gazprom und die fünf westlichen Partner ihre fusionskontrollrechtliche Anmeldung bei der polnischen Wettbewerbsbehörde zurückgezogen. Gazprom muss also die geplante Nord-Stream-2-Gaspipeline womöglich alleine bauen. Gazprom hätte an der Nord-Stream-2-Gesellschaft 50 Prozent halten sollen, die fünf Partner jeweils 10 Prozent, sah der im September 2015 unterzeichnete Gesellschaftervertrag vor. Der wird jedoch nicht umgesetzt, Gazprom bleibt 100-Prozent-Eigentümer der Nord Stream 2 AG. (APA)