TU Wien

Beton ohne gefährliche Schwingungen pumpen

Forscher der TU Wien entwickelten ein elektronisches System.

Österreich
(Symbolfoto)

Beton wird auf Baustellen Dutzende Meter weit senkrecht nach oben gepumpt. Die Mast-Elemente, auf denen die Förderleitungen befestigt sind, können dabei stark zu schwingen beginnen. Das ist gefährlich und die Pumpleistung muss reduziert werden. Forscher der Technischen Universität (TU) Wien haben nun mit Firmen ein elektronisches Schwingungsdämpfungssystem entwickelt, das dieses Problem löst.
 
Betonpumpenhersteller versuchen, das Gewicht der aus einzelnen Elementen zusammengesetzten Masten gering zu halten, um möglichst hohe Reichweiten zu erzielen und gleichzeitig das zulässige Gesamtgewicht von Autobetonpumpen einzuhalten, teilte die TU am Montag mit. Geringeres Gewicht kann aber geringere Stabilität bedeuten, der Mast kann dadurch schwingungsanfällig werden. Das kann für die Arbeiter gefährlich werden, die am Endschlauch arbeiten.
 
Johannes Henikl hat im Rahmen seiner Dissertation bei Andreas Kugi am Institut für Automatisierungs- und Regelungstechnik der TU Wien ein automatisches Regelungssystem entwickelt, das solche Probleme von Anfang an verhindert und die Schwingungen gar nicht erst entstehen lässt. Nach Angaben der Uni ist es verhältnismäßig einfach auf weitere Maschinentypen übertragbar. Die Schwingungsbewegungen des Mastes können dadurch größtenteils eliminiert werden und der Endschlauch sicherer und präziser geführt werden. Henikl arbeitet mittlerweile bei einem deutschen Betonpumpenhersteller. (APA)