Österreich

Benko hat kein Interesse mehr an 6B47

Lesen Sie hier wie es nach dem Ausstieg von Signa beim 6B47-Verkauf weitergehen soll.

Die Signa-Gruppe rund um den Tiroler Immo-Investor Rene Benko hat sich laut einem "immoflash"-Bericht von Freitag aus dem Bieterrennen für den Wiener Immo-Entwickler 6B47 verabschiedet, der neue Eigentümer sucht. Nach Angaben vom August gab es fünf Bewerber, drei britische und aus Österreich neben Signa den Investor Klemens Hallmann. 6B47 soll nach jüngsten Angaben komplett veräußert werden.

Zuletzt habe es unbestätigte Gerüchte gegeben, wonach die Signa nur dann 6B47 übernommen hätte, wenn es einen entsprechenden Joint-Venture-Partner gegeben hätte - in der Tat habe die Signa derzeit so viele Eigenprojekte wie noch nie am Laufen, heißt es im "immoflash" des "Immobilien Magazin". Einem Bericht der "Presse" zufolge greift Karstadt-Eigentümer Benko aktuell nach der deutschen Kaufhof-Kette, deren Eigner Hudson's Bay (HBC) dementiert aber Verkaufsabsichten.

Für 6B47 ändert sich durch den - von anderer Seite bestätigten - Absprung eines der fünf Interessenten nichts am Verkaufsprozess, den CEO Peter Ulm bis Oktober abschließen möchte. Vor der "Expo Real" in München, Europas größter B2B-Messe für Immobilien, dürfte sich das nicht mehr ausgehen, aber bald danach. Dabei wird es wohl um einen 100-prozentigen Verkauf gehen, es dürften also sämtliche Eigentümer ihre Anteile abstoßen, wie es jüngst zur APA hieß.

Wie seit dem Frühjahr bekannt, sucht der Immo-Entwickler 6B47 neue Investoren, die eine größere Kapitalerhöhung tragen können. Dabei wären die bisherigen Eigentümer - u.a. Martin Huber und Erwin Krause als größte Gründungsaktionäre - bereit, bis zu 100 Prozent ihrer Aktien abzugeben, hatte es im Juni geheißen. 

Nach damaligen Angaben plant 6B47 zur Finanzierung des weiteren Wachstums eine Mega-Kapitalerhöhung, die mit 60 bis 80 Millionen Euro frischem Geld einer Kapitalverdoppelung entspräche. Da die bisherigen Aktionäre die Aufstockung allein nicht stemmen könnten, suche man in einem strukturierten Prozess mit Lazard bis Herbst Finanzinvestoren, hatte CEO Ulm zur APA gesagt. (APA)