Österreich

Baustoffbranche blickt verhalten positiv ins Jahr 2021

Der Fachverbandsvorsitzende Robert Schmid setzt auf den Wohnbau und die Digitalisierung bei Großprojekten.

Österreich Baustoffe Robert Schmid

Robert Schmid zeigt sich trotz einiger unberechenbarer Faktoren optimistisch.

Die Baustoffbranche blickt nach einem herausfordernden Jahr 2020 "verhalten positiv" ins laufende Jahr. Zwar sei die Lage im Vorjahr vor allem für die Bauzulieferer halbwegs robust geblieben, dennoch erwirtschaftete die Branche um 3,5 Prozent weniger Umsatz (rund 3,6 Mrd. Euro), teilte der Fachverband Steine-Keramik am Mittwoch mit. Vor allem Industriezulieferer hätten unter weniger Nachfrage und Einschränkungen beim internationalen Warenverkehr gelitten.

Mehr Umsatz erzielten vor allem "Häuselbauer"-Branchen wie Naturwerksteinindustrie (plus 8,2 Prozent), Schotterindustrie (plus 3,5 Prozent) oder Putz- und Mörtelindustrie (plus 3,3 Prozent). Deutliche Umsatzeinbußen erlitten dagegen die Schleifmittel- und Feuerfestindustrie (minus 18,6 bzw. minus 15,6 Prozent), die vor allem für die Industrie zuliefern. Der Fachverband macht mit seinen über 300 Mitgliedern jährlich eine Konjunkturerhebung .

In allen Branchen sorgten plötzliche Schichtausfälle bei Corona-Verdachts- oder Krankheitsfällen für Probleme. Dies habe große Aufwände - sowohl finanziell als auch im Hinblick auf Bereitstellung von Personal oder Hygienemitteln - verursacht, so der Verband.

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Längerfristige Planungssicherheit sei auch für 2021 noch nicht absehbar. Dennoch zeigt sich der Fachverbandsobmann Robert Schmid verhalten optimistisch. Vor allem der Wohnbau verzeichne nach wie vor eine robuste Entwicklung. Zudem erhofft sich Schmid Effizienzsteigergungen bei Großprojekten aufgrund von verstärkter Digitalisierung der Bauprozesse und zunehmender Vorfertigung. (APA)