Dienstag, 14. Mai 2019 – Morning Briefing

Baumafia-Prozess verschoben – 70 Millionen für Vorarlberger Bahnhöfe – Kritik zu deutschem Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Das Wichtigste des Tages in Kürze. Wien: Baumafia-Prozess geht morgen weiter – Vorarlberg: Bahnhöfe und Haltestellen werden modernisiert – Deutschland: Verschlimmert neues Fachkräfteeinwanderungsgesetz Problem?

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morning briefing Fachkräfte Büros ÖBB Bauwirtschaft

„Die Zeiten, in denen ein Bürogebäude ohne Infrastruktur und Wohlfühlfaktor auf die grüne Wiese gestellt werden konnte, sind definitiv vorbei.“

Maria Spalt vom Immobiliendienstleister Erste Group Immorent. Mieter würden nicht mehr auf gute Verkehrsanbindungen, Einkaufsmöglichkeiten und andere Assets verzichten wollen. Letztes Jahr wurde Wien um etwa 256.000 Quadratmeter Bürofläche reicher, im laufenden Jahr sollen es gut 40.000, nächstes Jahr wieder 123.500 Quadratmeter werden. 

Prozess rund um Baumafia

Der Prozess um die „Baumafia“ in Wien ist auf morgen, Mittwoch, verschoben worden. Es geht um fünf Tätergruppen und insgesamt 50 handelnde Personen, zwei haben sich bisher schuldig und eine teilschuldig bekannt. Vorgeworfen wird gewerbsmäßiger schwerer Betrug, das betrügerische Anmelden zur Sozialversicherung und der Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse (BUAK), sowie Vergehen einer kriminellen Vereinigung. Die Wiener Gebietskrankenkasse und die BUAK sollen dadurch um 2,8 Millionen Euro betrogen worden sein.

Modernisierung von Bahnhöfen

Das Land Vorarlberg und die ÖBB beschließen die Modernisierung von neun Bahnhöfen und Haltestellen im Rheintal und im Walgau. Bis 2030 sollen 70 Millionen Euro investiert werden. In Vorarlberg sind täglich mehr als 150.000 Personen mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs.

Kritik am Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Thomas Möller, Geschäftsführer der Landesvereinigung Bauwirtschaft Baden-Württemberg, kritisiert den Gesetzentwurf zum neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetz. Er sei „zu eng ausgelegt“ und würde den Zuzug behindern, sodass eine Verschlechterung des Arbeitskräftemangels im Bau zu befürchten sei. Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz in seiner neuen Form ließe nur solche Arbeiter einwandern, die eine Berufsausbildung vergleichbar mit einem deutschen Niveau abgeschlossen haben. Damit fiele die Westbalkanregelung weg, wonach auch berufserfahrene Arbeiter ohne formalen Abschluss einwandern durften.

Unser Lesetipp des Tages: „Änderungen müssen zugelassen werden können“

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