Österreich

Baubarometer: Corona Krise zeichnet tiefe Spuren, Branche beweist Rückgrat

Die aktuelle Umfrage der INFO-TECHNO Baudatenbank belegt den drastischen Einbruch, aber auch die Zuversicht.

Info-Techno Baudatenbank Österreich Coronavirus

Dabei ist die Branche durchaus positiv in das Jahr 2020 gestartet.
51,3 % der Unternehmen gingen zu Jahresbeginn davon aus, dass sich die Bauwirtschaft in den nächsten 12 Monaten positiv entwickeln wird (1/2018: 69,1 %), 16,7 % erwarteten eine rückläufige Entwicklung (1/2018: 25,4 %).

Corona hat das Bild gedreht, denn aktuell zeigen sich nur 27,4 % hinsichtlich der Gesamtentwicklung in diesem Jahr optimistisch, 49,9 % (!) rechnen mit Rückgängen, 22,7% erwarten keine Veränderungen. Und genau dieser Wert ist es auch, der ein wenig Hoffnung gibt. Denn unter jenen Betrieben, die von keinen Änderungen ausgehen, sind, wie die Statistik ausdrückt, auch einige, die mit guten Aussichten in das Jahr gestartet sind.

Österreichs Bauwirtschaft beweist Stärke

Die letzten sieben Wochen Shutdown haben in der heimischen Bauwirtschaft – teils sehr tiefe – Spuren hinterlassen. Fragt man die Unternehmen nach der aktuellen Geschäftslage, so bezeichnet sie mehr als die Hälfte der Befragten (56,1 %) als schlechter im Vergleich zu Jahresbeginn (1/2020: 17 %). Nur mehr 9,1 % zeigen im April 2020 Optimismus, im Jänner waren es noch knapp 30 %. Aber 34,8 % beurteilt die Geschäftslage im Vergleich zum Jahresbeginn als unverändert, ein Indiz dafür, dass die heimische Bauwirtschaft in Krisenzeiten Stärke beweist – aktuell unter schwierigsten Rahmenbedingungen?

Denn auch die dritte Frage in der neuesten Umfrage des Baubarometer der INFO-TECHNO Baudatenbank belegt, dass Österreichs Bauwirtschaft weit davon entfernt ist, den Kopf in den Sand zu stecken. Über 70 % der Unternehmen sind mit den Auftragseingängen für das Jahr 2020 durchaus zufrieden. Im Detail: 11,2 % bezeichnen sie als „sehr gut“, 31 % als „gut“ und 31,9 % noch als „befriedigend“.
Ein knappes Viertel der Befragten gibt ein „genügend“, nur 9,4 % bezeichnen die Auftragseingänge für das Jahr 2020 als „nicht genügend“.

Die Auftragsbücher sind offensichtlich gut gefüllt und trotzdem zeichnen die Betriebe ein trübes Zukunftsszenario – offensichtlich herrscht Verunsicherung hinsichtlich der Folgeaufträge, die im Laufe des Jahres vergeben werden. Die mittel- und langfristigen Auswirkungen der Corona-Krise sind für die Unternehmen nicht abschätzbar.