Mittwoch, 19. Februar 2020 – Morning Briefing

Bahnhof bei Klagemauer genehmigt – St. Pölten führt Gestaltungsbeirat ein – Spitzenmieten für Büros in Wien niedriger

Das Wichtigste des Tages in Kürze. Jerusalem: Kommt Bahnhof für 600 Millionen Euro? – St. Pölten: Gestaltungsbeirat für Baukultur ab nächster Woche – Österreich: So inhomogen ist der Markt an Büroimmobilien

Von
morning briefing Büros Bauprojekte Immobilienwirtschaft RE/MAX

Zitat des Tages:

„Die Anfrage von namhaften Unternehmen nach neuen, modernen und innovativen Büroprojekten gibt es, es fehlen jedoch die Projekte dazu“,

sagt Alois Marchel von Re/Max Commercial in Graz zum dortigen Büroimmobilienmarkt. Der Markt in Gesamtösterreich sei wie gewohnt derzeit recht inhomogen, so eine aktuelle Studie des Immobilienunternehmens. Weitere Studienergebnisse lesen Sie weiter unten.

Geplantes

Israel treibt den geplanten Bau eines Bahnhofs nahe der Klagemauer in der Jerusalemer Altstadt voran. Der Staatliche Planungs- und Baurat habe eine entsprechende Genehmigung erteilt, bestätigte eine Sprecherin des Transportministeriums gestern, Dienstag. Laut früher veröffentlichten Plänen soll die Haltestelle "Donald John Trump Station" heißen. Bauprojekte in der Nähe des Tempelbergs haben in der Vergangenheit immer wieder zu schweren Spannungen mit den Palästinensern geführt. Die Strecke ist als Verlängerung der Schnellbahnlinie zwischen Jerusalem und Tel Aviv geplant. Aktuell endet diese am nordwestlichen Stadtrand Jerusalems in einer unterirdischen Haltestelle. Die neue Bahnstrecke soll durch einen drei Kilometer langen Tunnel führen und Haltestellen in mehr als 50 Metern Tiefe haben. Die Kosten wurden auf 2,5 Milliarden Schekel (600 Millionen Euro) geschätzt. (apa/red)

Beschlossenes

In Sachen Stadtplanung setzt St. Pölten künftig auf einen Gestaltungsbeirat für Baukultur. Das unabhängige Sachverständigengremium soll Empfehlungen für relevante Projekte abgeben und dabei ein Hauptaugenmerk auf die Architektur legen. Installiert werden soll der Beirat in der Gemeinderatssitzung am 24. Februar. Die aus zumindest drei Mitgliedern sowie einem Ersatzmitglied bestehende Expertengruppe wird viermal jährlich tagen. Auserkoren werden Fachleute auf dem Gebiet der Architektur oder der Raum-, Stadt- bzw. Freiraumplanung. Auseinandersetzen soll sich das Gremium mit den Themen Städtebau, Siedlungsplanung und Stadtgestaltung. Weiters sollen Bauprojekte, die für das Orts- und Landschaftsbild St. Pöltens bedeutsam sind, begutachtet werden. Örtlich zuständig ist der Gestaltungsbeirat für das gesamte Gebiet der Landeshauptstadt. Ausgenommen sind Bauvorhaben in den Flächenwidmungskategorien Bauland-Industriegebiet und Bauland-Betriebsgebiet. (apa/red)

Inhomogenes

Laut einer aktuellen Erhebung von Re/Max sind die Kaltmieten für Büroflächen in Spitzenlagen in Wien leicht zurückgegangen (2019 im Vergleich zu 2018); gleichzeitig sind sie in Graz und St. Pölten gleichgeblieben und in allen anderen Hauptstädten nach oben gegangen. In Wien ging auch die Neuflächenproduktion von Büroflächen auf 45.000 Quadratmeter zurück – was ein Rekordtief darstellen soll und einen Rückgang der Neuvermietung von 275.000 Quadratmeter 2018 auf 230.000 Quadratmeters, sowie eine Leerstandverringerung von 5,3 auf 4,8 Prozent bewirkte.

Unser Lesetipp des Tages: Baukongress 2020: "Man muss und darf nicht auf das perfekte System warten"

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