Mittwoch, 02. Januar 2019 – Morning Briefing

Asfinag steckt Gewinnwachstum in Infrastruktur – Chinas Bauwirtschaft rettet Index – Nur Sand und Kies weiter stark abgebaut

Das Wichtigste des Tages in Kürze. Österreich: Asfinag steckt höhere Mauteinnahmen in Projekte – China: Nichtindustrieller Sektor dank Bau stabil – Deutschland: Rohstoffabbau in Niedersachsen rückläufig, Ausnahme Bauindustrie

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morning briefing Rohstoffe Asfinag Architektur Straßenbau

Zitat des Tages:

„Im Prinzip haben wir das Haus ausgehöhlt und neu gefüllt.“

Architekt Gabriel Kacerovsky, vom Wiener Studio Archisphere Architects and Designers, über das Haus in der Mariahilfer Straße 58. Einst von der Familie Wittgenstein gebaut, heißt es seit neuestem Hotel Schani Salon. Es handelt sich um einen Stahlbetonbau – der Verbundwerkstoff wurde bereits Mitte des 19. Jahrhunderts und so bei vielen Gründerzeithäusern eingesetzt. Durch die Fassaden sieht man das den meisten von ihnen aber nicht an. Im Hotel Schani wurde die Baukonstruktion im Eingangsbereich bewusst freigelegt – Stahlbeton solle sich nicht mehr verstecken müssen.

Mehr ergibt mehr

Die Asfinag machte 2018 mehr Gewinn und der soll ganz klar in die Infrastruktur fließen – nämlich insgesamt 1,2 Milliarden Euro in Erhaltung, Neubau und Verbesserung der österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen, so Asfinag-Vorstand Klaus Schierhackl. Das ist ein wichtiger Teil der 8,1 Milliarden Euro an Investitionen, die nach wie vor für die kommenden fünf Jahre geplant sind. Der gesteigerte Gewinn geht auf 2,23 Milliarden Euro Mauteinnahmen zurück. 2017 waren es noch 2,08 Milliarden. 

Nichtindustrielles Wachstum dank robuster Industrie

Im Dezember fiel der chinesische Einkaufsmanagerindex für die verarbeitende Industrie laut den Nationalen Statistischen Büros von China auf unter 50 – das gilt allgemein als kritische Schwelle, die erstmals seit 2016 unterschritten wurde. Besser geht es dem nichtindustriellen Sektor. Hier ist der Einkaufsmanagerindex auf 53,8 gestiegen. Das japanische Finanzunternehmen Nomura führt dieses Wachstum auf die robuste Bauwirtschaft zurück.  

Sand geht immer

Laut neuen Berichten des deutschen Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie geht der Rohstoffabbau in Niedersachsen in vielen Bereichen weiter zurück. Ausgenommen davon sind Kies und Sand, was am Hauptabnehmer Bauindustrie liegt. Aufgrund des zunehmenden Wohnbaus ist der Tonabbau auf 1,1 Millionen Tonnen pro Jahr gestiegen – durch 50 Betriebe in Niedersachsen. Ton wird vor allem für Dachziegel verwendet. 

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