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Am falschen Platz gespart

Die 10-Milliarden-Zugverbindung zwischen Berlin und München hat einen großen Haken.

Deutschland Infrastruktur

Die schnelle Zugsverbindung zwischen Berlin und München, die nicht nur für Passagiere, sondern auch als intensiv genutzte Güterstrecke gedacht war, ist für schwere Güterzüge laute einem Bericht der Süddeutschen Zeitung nicht benutzbar.

Das Problem laut SZ: Als Kostenersparnis wurden an vier Signalstellen Steigungen von fast zwei Prozent eingeplant. Daher dürften auf der Strecke nur Güterzüge fahren, die nicht schwerer als 1.200 Tonnen sind, da schwerere Züge an den Signalen nicht mehr selbstständig anfahren könnten. Doch die meisten Güterzüge seien schwerer, so die Zeitung, schon aus wirtschaftlichen Gründen, und würden in der Regel meist 1.600 Tonnen wiegen.

Das Projekt galt einst als Vorzeigeprojekt mit einem Investitionsvolumen von zehn Milliarden Euro, doch angesichts der fehlenden Auslastung im Güterverkehr dürften sich die hohen Investitionen nicht mehr rechnen, schreibt die Zeitung. Seit der Eröffnung war kein einziger Güterzug auf der Strecke unterwegs, obwohl eigentlich 70 je Richtung geplant waren, und zwar täglich.