Hochbau

Alles verschalt – VST Building wächst kräftig

Das Unternehmen spezialisiert auf Verschalung im Hochbau setzt seinen Wachstumskurs fort. Woran das liegt.

VST Building Unternehmen Fassaden Holz Hochbau

Der Hochbau-Verschalungsspezialist VST Building peilt weiter deutliches Wachstum an. Der Umsatz des Vorjahres von rund 12 Mio. Euro sollte sich heuer durch Zukauf von 51 Prozent Konsolidierung der Baufirma Premiumverbund "vervielfachen" - genaue Zahlen gibt das Unternehmen aber bis zum Jahresergebnis nicht bekannt. Kern des Geschäfts ist eine Verschalung, die Bestandteil des Gebäudes wird.

Da die Verschalung einen hohen Holzanteil hat, sei sie deutlich leichter als Stahlbetonelemente und könne vom Werk im slowakischen Nitra bis nach Schweden transportiert werden, sagten die beiden Vorstände Bernd Ackerl und Kamil Kowalewski im Gespräch mit der APA. Das skandinavische Land ist neben Deutschland und Österreich Kernmarkt der Niederösterreicher. Eine Ausweitung der Tätigkeit auf Dänemark, Großbritannien und Polen wird angestrebt.

Die Abschalung des Materials entfällt, auch könne im Werk bereits ein hoher Vorfertigungsgrad erreicht werden, was den Arbeitsaufwand auf der Baustelle deutlich senke. Insbesondere heben Ackerl und Kowalewski hervor, dass ihr Produkt für Passivhäuser und Niedrigenergiebauten nach dem künftigen EU-Standard geeignet sei. Daraus erhoffe man sich weiteres Wachstum.

Abgesehen vom Verkauf der Verschalung werden auch Werke mit der Lizenz für VST-Verschalungen vertrieben - bisher gibt es drei solche Werke in Russland und fünf in Weißrussland. Sobald die Produktionsmöglichkeiten in Nitra ausgeschöpft sind, überlegt VST aber auch den Bau eines neuen eigenen Werks. In Nitra selber wird gerade die Kapazität von 250.000 Quadratmetern VST-Bauelementen auf ca. 275.000 m2 erweitert. In einer Halle auf einem neuen Grundstück soll im 2. Halbjahr 2020 die Produktion anlaufen.

VST Building steht laut Wirtschafts-Compass zu 75,59 Prozent im Eigentum der Sankt Leopold Privatstiftung und zu weiteren 12,25 Prozent im Eigentum der SL Invest Beteiligungs GmbH, einer 100-Prozent-Tochter der Sankt Leopold Privatstiftung. Die restlichen Anteile gehören der deutschen Dritte Joachim Armerding Familienstiftung (7,16 %), der deutschen Armona Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH (3,83 %), sowie Siegfried Gassner (0,78 %) und Engelbert Rosenberger (0,39 %). Das Unternehmen ist im neuen Wiener Börsensegment "direct market plus" notiert. (apa/red)

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